
Caritas-Hochwasserhilfe: 37.550 Euro an Soforthilfen ausbezahlt
Die Caritas der Diözese St. Pölten hat nun Bilanz über ihre Hochwasserhilfe nach den verheerenden Unwettern Mitte Juli gezogen. Sie unterstützte Familien, deren Wohnräume von der Naturkatastrophe betroffen waren, mit einer bar ausbezahlten Soforthilfe von 150 Euro pro Erwachsenem und 100 Euro pro Kind. Insgesamt wurde 86 Haushalten mit insgesamt 37.550 Euro geholfen, teilte die Caritas in einer Aussendung am Freitag mit.
Was 280 Liter Starkregen pro Quadratmeter in einem Tag anrichten können, hätten mehrere Familien im Raum Amstetten Mitte Juli "auf schreckliche Weise erlebt", erinnerte die katholische Hilfsorganisation an die damalige Krise. Unmittelbar nach den Überflutungen sei das Team der "PfarrCaritas" bereits in Ferschnitz im niederösterreichischen Mostviertel unterwegs gewesen und habe erste Soforthilfen ausbezahlt. Es galt, schnell und unbürokratisch zu helfen und "direkt nach einer solchen persönlichen Katastrophe lebensnotwendige Dinge wie Kleidung oder Lebensmittel kaufen zu können", erläuterte der St. Pöltner Caritasdirektor Hannes Ziselsberger. Für viele Betroffene sei diese Unterstützung aus dem Soforthilfe-Topf der Caritas die erste Hilfe gewesen, die sie nach den Überschwemmungen erhielten.
Laut Koordinator Christian Köstler von der PfarrCaritas wurden Hilfsgelder in den Pfarren Neuhofen/Ybbs, Euratsfeld, Ferschnitz, Seitenstetten, Furth/Göttweig, Neumarkt/Ybbs, Wieselburg, Steinakirchen, Nußdorf an der Traisen, Rossatz und St. Leonhard/Forst ausgeschüttet. Schwer geschädigte Familien konnten und können außerdem um weitere finanzielle Unterstützung bei der Caritas-Sozialberatung ansuchen, wies Köstler hin.
Diese schnelle Hilfe sei nur möglich, weil Spenderinnen und Spender in Niederösterreich immer wieder die Arbeit der Caritas unterstützen. Ihnen sprach Generalsekretär Christoph Riedl ein "großes Danke" aus. "Gerade bei solchen Naturkatastrophen wird sichtbar, dass wir hier in Niederösterreich aufeinander schauen und uns gegenseitig unterstützen", freute sich Riedl.
Quelle: kathpress