
Freistetter: "Achtsamkeit ist erster Schritt zum Frieden"
Für eine Gesellschaft, "in der die Kultur der Achtsamkeit und die Sorge füreinander nicht bloß ein individueller Wunsch ist, sondern auch umgesetzt wird", hat Militärbischof Werner Freistetter bei einem Gottesdienst der Wiener katholischen Militärpfarren zum Weltfriedenstag am Donnerstag in der Wiener Karlskirche plädiert. Der Weltfriedenstag wird in der Katholischen Kirche eigentlich jeweils am Neujahrstags gefeiert, die Militärpfarren in Österreich begehen diesen aber traditionell an unterschiedlichen, über das Jahr verteilten Terminen.
Unter den Mitfeiernden waren unter anderem Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP), der Kommandant der Landstreitkräfte, Generalleutnant Franz Reißner, und der Wiener Militärkommandant, Brigadier Kurt Wagner, wie es in einer Aussendung der Militärdiözese am Freitag hieß. Aus der Ökumene nahmen Bischof Andrej Cilerdzic von der Serbisch-Orthodoxen Kirche und der orthodoxe Militärseelsorger, Erzpriester Alexander Lapin, an dem Gottesdienst teil.
"Gerade im Militär haben wir ein feines Gespür dafür, wie zerbrechlich der Friede ist und wie es manchmal robuste Maßnahmen braucht, um ein Minimum an Ordnung aufrechtzuerhalten", betonte der Militärbischof die Fragilität des Friedens. Bezogen auf den Titel von Papst Franziskus diesjähriger Weltfriedensbotschaft ("Kultur der Achtsamkeit als Weg zum Frieden") sei die Achtsamkeit ein erster Schritt zum Frieden, aber, "eigentlich geht es um die Sorge füreinander". "Wir sind alle aufgerufen, an diesem Weltfriedenstag uns zu erneuern. Zu erneuern aus der Kraft Gottes und der Eucharistie", so der Bischof abschließend. (Infos: www.mildioz.at)
Quelle: kathpress