
Canisiuswerk: Mit Testamentsspende Zukunft gestalten
Testamentsspenderinnen und -spender, die eine gemeinnützige Organisation bedenken, schaffen Bleibendes für die nächsten Generationen. Darauf hat das Canisiuswerk in einer Aussendung am Samstag hingewiesen. Auch für das Canisiuswerk, dessen Aufgabe in der Förderung geistlicher Berufungen besteht, hätten Testamentsspenden ein große Bedeutung, so Elisabeth Grabner, Leiterin der Einrichtung: "Bei den Spenderinnen und Spendern steht der Nachhaltigkeitsgedanke ganz besonders im Vordergrund, denn sie wollen über ihren Tod hinaus Zukunft mitgestalten."
Grabner verwies auf eine aktuelle market-Umfrage im Auftrag der Initiative "Vergissmeinnicht". In ganz Österreich könnten sich bereits über eine halbe Million Menschen über 40 eine Testamentsspende vorstellen. Das seien doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren.
"Immer mehr Menschen möchten selbst bestimmen, was mit ihrem Vermögen nach dem Tod passiert. Speziell jene, denen gemeinnützige Anliegen, wie Tier- und Umweltschutz oder Hilfe für bedürftige Menschen schon zu Lebzeiten wichtig waren, möchten vermehrt, dass ein Teil ihrer Hinterlassenschaft jenen Zwecken zugutekommt", so Günther Lutschinger, Initiator von "Vergissmeinnicht", in der Aussendung.
Am größten ist das Interesse an testamentarischen Zuwendungen an gemeinnützige Organisationen laut Umfrage in Wien (22 Prozent), gefolgt von Niederösterreich und Tirol (je 19 Prozent). Bei den Beweggründen dominiert bundesweit der Wunsch, auch nach dem Ableben etwas Gutes zu tun (50 Prozent). Am zweitwichtigsten ist mit 35 Prozent der persönliche Bezug zu einer Organisation. Jeder fünfte Befragte möchte mit einer Testamentsspende verhindern, dass das Vermögen nach dem Tod an den Staat geht. Denn wenn es kein Testament und keine gesetzlichen Erben gibt, fällt die Erbschaft automatisch an den Fiskus.
Hinter der Initiative "Vergissmeinnicht" stehen 97 Mitgliederorganisationen, darunter das Canisiuswerk. "Vergissmeinnicht" hat in Zusammenarbeit mit der Notariatskammer ihr digitales Service im Vorjahr stark ausgebaut - vom Erklärvideo über Online-Notarinterviews bis hin zum Online-Testamentsrechner, der einen ersten Einblick in die Aufteilung der eigenen Verlassenschaft je nach Verwandtschaftsverhältnissen gibt. Damit und mit vielen weiteren Serviceangeboten, wie dem kostenlosen Erbrechtsratgeber, sollen Schwellenängste vor dem Tabuthema Testament weiter abgebaut werden.
Weitere Informationen unter: www.vergissmeinnicht.at bzw. www.canisius.at
Quelle: Kathpress