
Katholische Arbeitnehmer solidarisch mit Handelsbeschäftigten
Die Katholische Arbeitnehmerbewegung Österreichs (KABÖ) erklärt sich solidarisch mit den Beschäftigten im Handel bei ihrer Forderung nach einer "deutlichen Lohnerhöhung". Wie die KABÖ am Freitag in einer Aussendung mitteilte, unterstütze man die Forderungen der Arbeitnehmervertreter in den derzeitigen Kollektivvertragsverhandlungen. KABÖ-Bundesvorsitzende Anna Wall-Strasser: "Die katholische Arbeitnehmerbewegung Österreich erklärt sich mit den Beschäftigten im Handel und ihren Forderungen solidarisch", zudem müsse der arbeitsfreie Sonntag im Handel "ohne Wenn und Aber" erhalten bleiben.
"Seit nunmehr 20 Monaten arbeiten die im Handel Beschäftigten unter äußerst erschwerten Bedingungen", so die KABÖ. Diese Tatsache müsse sich in den Ergebnissen der laufenden Kollektivvertragsverhandlungen niederschlagen. Gerade eine so große Branche wie der Handel mit einem Frauenanteil von 70 Prozent unter den 430.000 Beschäftigten zeige auf, "dass neben ausreichender Bezahlung zu einem guten Arbeitsplatz auch Planbarkeit, konkret Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowie Arbeitszeiten, die ausreichende Erholungszeiten ermöglichen", nötig seien.
Auch Arbeitszeiten am "Tagesrand", also vor 5 Uhr früh oder nach 22 Uhr abends, müssten gerade auch im Handel zuschlagpflichtig bleiben. Konkret gehe es also um eine "kräftige Gehaltserhöhung, Zuschläge bei Nachtarbeit, eine faire Bezahlung bei Mehrarbeit mit gleichen Rechten für Teilzeitbeschäftigte und einen Digitalisierungsbonus für Lehrlinge", so die KABÖ abschließend.
Quelle: kathpress