
St. Pölten ehrt Emmausgemeinschaft-Gründer Rottenschlager
Der Gründer und langjährige Geschäftsführer der Emmausgemeinschaft, Karl Rottenschlager, ist von der Stadt St. Pölten mit der Ehrennadel ausgezeichnet worden. Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) überreichte dem niederösterreichischen Theologen und Sozialpionier zu dessen 75. Geburtstag am Montag im Beisein der Emmaus-Geschäftsführer Karl Langer und Peter Hirsch die Ehrung.
Rottenschlager war nach dem Theologiestudium Sozialarbeiter in der Justizanstalt Stein. Auf Grundlage der dort gemachten Erfahrungen gründete er 1982 die Emmausgemeinschaft St. Pölten. Der Verein zur Integration sozial benachteiligter Personen betreibt an sieben Standorten in der niederösterreichischen Landeshaupstadt Einrichtungen zur Unterstützung für Menschen in Krisensituationen, darunter Wohnheime, Tageszentren, Notschlafstellen, eine Beratungsstelle sowie Arbeits- und Beschäftigungsplätze für Männer, Frauen und Jugendliche.
In der Emmausgemeinschaft war Rottenschlager bis zu seiner Pensionierung 2014 Geschäftsführer. Daneben gründete er als Tochtergesellschaft die heute in ganz Niederösterreich verbreitete Sozialmarktkette "sooo gut" mit Einkaufspässen für Personen mit geringem Einkommen und publizierte zahlreiche Bücher und Schriften. Dazu zählt das im Frühjahr veröffentlichte Buch "Hassen oder vergeben?" mit Mutmachergeschichten, die Gottes Wirken und Chancen der Mitgestaltung auch in scheinbar aussichtslosen Situationen aufzeigen. Der Autor ermuntert zum Wagnis einer Weggemeinschaft mit Ausgegrenzten, zu gewaltfreier Konfliktlösung und Versöhnung sowie zu universeller Geschwisterlichkeit.
Quelle: kathpress