Erstmals Frau an der Spitze der St. Pöltner Grabesritter
In der St. Pöltner Komturei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem kommt es zu einem Führungswechsel: An der Spitze steht mit "Komturdame" Heidrun Fichtinger nun erstmals eine Frau. Die Religionspädagogin übernahm ihre neue Funktion im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes im St. Pöltener Dom von ihrem langjährigen Vorgänger Karl Lengheimer, wie die "NÖ Nachrichten" (aktuelle Ausgabe) berichteten.
Der Abt des Stiftes Altenburg und Prior der Komturei St. Pölten, Thomas Renner, wies in seiner Predigt auf die Aktualität des im 19. Jahrhundert konstituierten, nicht in der Tradition der Kreuzzüge stehenden Ritterordens: "Wir sind nicht die Wächter eines leeren Grabes, sondern die Zeugen der Auferstehung." Abt Renner erteilte Heidrun Fichtinger den Segen. Sie war bereits in den vergangenen vier Jahren als Komturei-Sekretärin in der Laienordensgemeinschaft engagiert und im September 2021 für die österreichweite Investiturfeier des Ritterordens in St. Pölten und Krems federführend mitverantwortlich.
Die Komturei St. Pölten ist allerdings nicht die erste in Österreich mit einer Frau an der Spitze. In der Komturei Wien ist dies seit Juli 2021 Gabriele Dernesch.
Der Orden der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem (Kürzel OESSH, auch als Grabesritter bekannt) ist ein päpstlicher Laienorden mit weltweit rund 30.000 Mitgliedern; 34 davon gehören zur Komturei St. Pölten.
Quelle: kathpress
