
Papst appelliert an Kriegstreiber
"In Gottes Namen, beendet die Massaker!"
Papst appelliert an Kriegstreiber
"In Gottes Namen, beendet die Massaker!"
Mit einem eindringlichen Appell hat Papst Franziskus erneut ein sofortiges Ende der Waffengewalt in der Ukraine gefordert. "In Gottes Namen bitte ich euch: Beendet dieses Massaker!", sagte er am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. In der vergangenen Woche sei Mariupol eine "Märtyrerstadt dieses entsetzlichen Krieges" geworden, der die Ukraine verwüste. Für die "Barbareien, die Kinder, unschuldige und unbewaffnete Zivilisten tötet" gebe es keinerlei strategische Gründe, so der Papst weiter.
Am vergangenen Mittwoch war ein bei einem russischen Angriff auf Mariupol ein Kinder- und Entbindungskrankenhaus, weit von jedem militärischen Ziel entfernt, getroffen worden.
Die unakzeptable Waffengewalt müsse aufhören, "bevor ganze Städte in Friedhöfe verwandelt werden", so der Papst weiter. Alles müsse getan werden, um Verhandlungen zu ermöglichen und humanitäre Korridore abzusichern. Mit Trauer im Herzen vereine er seine Stimme mit dem gemeinen Volk, das ein Ende des Krieges erfleht, sagte Franziskus sichtlich bewegt. Den neunten Jahrestag seiner Wahl zum Papst an diesem Sonntag erwähnte Franziskus nicht.
Gleichzeitig dankte der Papst für "das große Netz der Solidarität", das entstanden sei, um Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufzunehmen. Dabei erneuerte seinen Appell, bei der Aufnahme nicht nachzulassen und weiter inständig für Frieden zu beten. "Gott ist ein Gott des Friedens, kein Gott des Krieges", sagte Franziskus. Wer auf Gewalt baue, entehre Gottes Namen. Abschließend betete der Papst das Kirchengebet mit den mehreren Tausend Menschen auf dem Platz schweigend um Frieden.
Auch Tweet mit Friedensappell
Bereits am Samstag hatte der Papst per Twitter erneut auf Frieden gedrängt. "Niemals Krieg! Denkt vor allem an die Kinder, die der Hoffnung auf ein würdiges Leben beraubt werden: tote Kinder, Verwundete, Waisen; Kinder, die Kriegsreste als Spielzeug haben... In Gottes Namen, hört auf!", twitterte Franziskus.
Seine Botschaft wurde in den neun offiziellen Sprachen des päpstlichen Twitter-Accounts sowie in Russisch und Ukrainisch veröffentlicht. Seit Beginn des Ukraine-Konflikts hat der Papst bereits mehrere Friedensbotschaften per Twitter verbreitet.
Quelle: Kathpress