
Diözese Linz: Weiterer Schritt der Pfarr-Reform gesetzt
In der Diözese Linz geht die Pfarrstrukturreform weiter voran. Wie die Diözese am Montag mitteilte, stehen nun die Pfarrer und Pfarrvorstände der fünf "Pionierpfarren" fest. Die Linzer Reform sieht im Endausbau insgesamt 39 Pfarren vor, die im Wesentlichen den bisherigen Dekanaten entsprechen, und die aus mehreren Pfarrteilgemeinden (kurz "Pfarrgemeinden") mit ihren historischen lokalen Rechtsträgern "Pfarrkirche" und "Pfarrpfründe" bestehen. Die Pfarren werden künftig von einem Pfarrer, einem Pastoralvorstand und einem Verwaltungsvorstand geleitet. Damit kommt auch die gemeinsame Verantwortung von Priestern und Laien, Frauen und Männern, zum Ausdruck.
Dem Pfarrer obliegt die Gesamtverantwortung der pastoralen Sorge für die Menschen in der Pfarre. Die Funktion des Pastoralvorstandes wird von einer theologisch qualifizierten und in der Seelsorge erfahrenen Person übernommen. Der Verwaltungsvorstand kümmert sich um budgetäre, administrative, bauliche und juristische Belange.
Die ersten fünf Pionierpfarren wurden im Herbst 2021 begründet. Im März 2022 fanden für alle fünf Pionierpfarren die Hearings zur Besetzung der Leitungsämter statt. Im Herbst 2022 nehmen dann die Pfarrer und Vorstände der fünf Pfarren ihre Arbeit im gemeinsamen Büro auf. Die rechtliche Gründung als Pfarre werde mit 1. Jänner 2023 erfolgen, hieß es. Wesentlich bleibt dabei weiterhin die Mithilfe und Leitungsverantwortung in unterschiedlichen Aufgabenbereichen von Priestern, Ständigen Diakonen sowie haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort in den Pfarrgemeinden bzw. im pastoralen Handlungsraum der Pfarre.
Gemeinsam mit der Pfarrleitung sollen die konkreten Aufgaben besprochen und Schwerpunkte angegangen werden. Durch die personelle sowie thematische Vernetzung solle ein stärkeres Bewusstsein für den gemeinsamen pastoralen Handlungsraum geschaffen werden, hieß es in der Aussendung. Es würden auch Mitglieder für die Seelsorgeteams in den Pfarrteilgemeinden und für den Pfarrlichen Pastoralrat gesucht.
Die Pfarrgemeinden werden weiterhin weitgehende Selbstständigkeit (auch finanzieller Art) für ihren Bereich bewahren können, zugleich profitierten sie aber "vom größeren Ganzen der Pfarre und der Zusammenarbeit der Seelsorgeverantwortlichen". Zu diesem Beziehungsnetz gehörten auch alle vorhandenen pastoralen Orte, speziell jene der kategorialen Pastoral, wie zum Beispiel im Krankenhaus, in Bildungs- oder Jugendzentren und in der Betriebsseelsorge.
(Infos: www.dioezese-linz.at/zukunftsweg)
Quelle: kathpress