
Kardinal Schönborn entsendet zwei Entwicklungs-Fachkräfte nach Kenia
Kardinal Christoph Schönborn hat am Sonntag im Rahmen des Pfingstgottesdiensts im Wiener Stephansdom zwei Entwicklungs-Fachkräfte zu ihrem Dienst in der Diözese Lodwar im Nordwesten Kenias entsendet. Das Ehepaar Gilian und Günter Woltron werde, wie die Erzdiözese Wien mitteilte, noch im Juni im Rahmen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (EZA) zu einem zweijährigen Einsatz in das ostafrikanische Land aufbrechen.
"Zu Pfingsten ist die Kirche aufgebrochen in die ganze Welt - heute darf ich das Ehepaar Woltron in unsere Partnerdiözese Lodwar in Kenia entsenden", so Schönborn. Er ermutigte die beiden dazu, "weltkirchliche Brückenbauer zwischen unseren beiden Diözesen" zu sein. "Im Namen Christi seid ihr unterwegs, brecht auf, vertraut auf ihn, denn er vertraut auf euch", sagte der Wiener Erzbischof.
Gilian Woltron soll demnach die Diözese bei der Verbesserung des Personalmanagements für die rund 600 Mitarbeitenden unterstützen, während ihr Ehemann Günter den Auftrag hat, die bestehenden Wirtschaftsbetriebe der Diözese weiterzuentwickeln und Kenntnisse im Bereich der Unternehmensführung an die lokalen Mitarbeitenden zu vermitteln. "Wir kommen zunächst als Hörende und Lernende, wollen Vertrauen zu den Menschen vor Ort aufbauen und sehen, wie wir unseren Dienst entsprechend dem konkreten Bedarf am besten umsetzen können", so das Ehepaar Woltron wenige Tage vor ihrem Abflug in eine "andere Welt".
Mit der Entsendung entspricht die Erzdiözese Wien einem Ansuchen ihrer Partnerdiözese. In der konkreten Abwicklung baut die Erzdiözese auf die Expertise der von elf kirchlichen EZA-Organisationen getragenen Organisation "Horizont.3000", die seit über 60 Jahren auf die Entsendung von EZA-Fachkräften spezialisiert ist. "Mit der Entsendung setzen wir ein weiteres wichtiges Zeichen unserer weltkirchlichen Verantwortung, in der Missions- und Personaleinsätze in der Entwicklungszusammenarbeit eine wesentliche Rolle spielen", zeigte sich Christian Zettl, Vorsitzender der Diözesankommission für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit (DKWE), überzeugt.
Quelle: kathpress