Steiermark: Auszeichnung für "revitalisierte" Kirchengebäude
Das Land Steiermark hat drei "revitalisierten" Kirchengebäuden die Auszeichnung "Steirische Wahrzeichen 2022" verliehen. Wohnbaulandesrat Hans Seitinger habe jüngst zwei Kirchen sowie ein renoviertes Pfarrhaus für vorbildlich erfolgte Renovierung ausgezeichnet, wie die Diözese Graz-Seckau über den im Franziskaner-Kloster in Graz durchgeführten Festakt auf ihrer Website berichtet. Der dortige Bernhardinsaal als Schauplatz sei "selbst ein Vorzeigeprojekt für die Revitalisierung historischer Bausubstanz".
Aktuell belobigt wurden die Arbeiten im ehemaligen Pfarrhof Greith in Neumarkt (Bezirk Murau), dessen Bausubstanz auf das 16. Jahrhundert zurückgeht. 2013 wurde der leerstehende Pfarrhof von der Diözese veräußert. Weiters ausgezeichnet wurden die Filialkirche zum Heiligen Leonhard in Seewiesen (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag), die 1335 als letzte Wallfahrtsstation vor Mariazell errichtet wurde und aus dieser Zeit noch Heiligenfiguren von Leonhard und Barbara, der wichtigsten Schutzpatronin der Bergleute, aufweist, sowie die Wallfahrtskirche St. Ulrich zu Ulrichsbrunn in Graz: Die barocke Kirche mit Dachreiter liegt versteckt im Wald am Nordwesthang des Reinerkogels. In unmittelbarer Nähe zur Kirche befindet sich die Quellgrotte "Maria Quell".
Insgesamt zwölf Objekte aus allen Teilen der Steiermark wurden ausgezeichnet und seien Zeugnis dafür, "wie alte Mauern mit viel Engagement und Mithilfe wiederbelebt werden können", hieß es. Zu danken sei dies einsatzfreudigen Steirerinnen und Steirern sowie Organisationen, die sich auf Mittel des Wohnbauressorts des Landes Steiermark stützen können. "Der Erhalt der historischen Bausubstanz bewahrt nicht nur die baukulturellen Schätze der Steiermark, sondern sorgt in vielen Fällen auch dafür, dass neuer Wohnraum in historischen Mauern entsteht", betonte Wohnbaulandesrat Seitinger. Revitalisierungen würden somit nicht nur das Vergangene erhalten, sondern auch die Zukunft schützen, weil sie Boden- und Ressourcenverbrauch reduzieren.
Quelle: kathpress
