
Schönborn: "Was wäre die Christenheit ohne die Frauen?"
Kardinal Christoph Schönborn hat die Bedeutung der Frauen für das Christentum betont. "Was wäre die Christenheit ohne die Frauen, die sich von Jesus ansprechen lassen?", schreibt der Wiener Erzbischof in seiner Freitagskolumne in der Gratiszeitung "Heute". Er danke allen "mutigen Frauen, die zu ihrem Glauben stehen", so Schönborn anlässlich des Gedenktags von Maria Magdalena, den die katholische Kirche am 22. Juli feiert.
Maria Magdalena gehört zu den wichtigsten Frauen des Christentums und war als Begleiterin Jesu auch Zeugin seiner Kreuzigung und Auferstehung. Ihr Beiname verweist auf ihre Heimat, den Ort Magdala am See Genezareth im Heiligen Land. Um ihre Person rankten sich viele - zum Teil auch erfundene Geschichte - betonte Schönborn. Sie sei etwa als Sünderin, Prostituierte und heimliche Geliebte Jesu beschrieben worden. "Was wir wirklich von ihr wissen, steht in der Bibel", so der Kardinal.
Maria Magdalena wurde von Jesus aufgerichtet und von einem seelischen Leiden geheilt. Eine "starke Erfahrung" für die sie Jesus für immer dankbar gewesen sei. "Sie begleitet ihn, unterstützt ihn. Sie liebt ihn. Auch als Jesus am Kreuz stirbt, läuft sie nicht davon, wie die meisten seiner Freunde." Nach seinem Tod findet sie das leere Grab vor. "Sie ist die Erste, der Jesus als Auferstandener erscheint. Maria von Magdala, eine Frau, ist die erste Botin der freudigen Nachricht: Jesus lebt", so Schönborn.
Quelle: kathpress