
Linz: Ars Eletronica zeigt hochauflösende Bilder der Sixtina
Die Linzer Ars Electronica streift in ihrer diesjährigen Ausgabe vom 7. bis 11. September erneut das Spannungsfeld Kunst und Religion. Hochauflösende Bilder des Renaissancekünstlers Pietro Perugino aus der Sixtinischen Kapelle sind bei dem alljährlichen Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft heuer zu sehen - wie auch Installationen, die den Linzer Mariendom in Verbindung mit holografischer 3D-Animationen erleben lassen, berichtete die Diözese Linz am Dienstag.
Am Freitag, 9. September, werden Peruginos Werke um 15 Uhr im "Deep Space 8K" des Linzer Ars Electronica Centers gezeigt. Die hochauflösenden Bilder aus der Sixtinischen Kapelle wurden mit Gigapixel-Fototechnologie erstellt und von den Vatikanischen Museen bereitgestellt. Besucherinnen und Besucher können die Fresken bis ins kleinste Detail bestaunen und bekommen Einblicke in das Schaffen und Leben des Künstlers.
Zwei Top-Expertinnen führen durch die Präsentation: Barbara Jatta, Direktorin der Vatikanischen Museen, und Rosanna Di Pinto, Leiterin der Abteilung Bilder und Rechte der Vatikanischen Museen, erklären und kommentieren die Bilder. Für den Vor-Ort-Eintritt zur Präsentation, die zusätzlich auch via Livestream im Internet zu sehen und nachzusehen sein wird, benötigt man Zeittickets.
Als ein weiterer Höhepunkt der Ars Electronica gelten die Licht- und Klanginstallationen im Mariendom. Die beiden Künstler Uwe Rieger und Yinan Liu experimentierten dazu mit Licht und Schatten und laden mit "LightSense" zu einer spektakulären Reise in die Holografie. In der Soundinstallation "Maa Kheru" von Christian Kosmos Mayer erklingen Stimmtöne, die auf den Körper einer 2.000 Jahre alten ägyptischen Mumie zurückzuführen sind. Auf Basis von Daten aus Computertomographien der Mumie wurde deren Stimme in einem vom Künstler angeregten Forschungsvorhaben rekonstruiert. Die dabei entstandenen Audioaufnahmen bilden die Grundlage für die Komposition eines mehrkanaligen Klangstücks.
Die Installation im Dom ist von Mittwoch, 7. September bis Samstag, 10. September, von 8 bis 23 Uhr, und am Sonntag, 11. September von 12.30 bis 17.30 Uhr bei freiem Eintritt zugänglich. Insgesamt präsentieren bei der Ars Electronica rund 1.000 Kunstschaffende aus aller Welt an zehn Standorten ihre Ideen und Visionen rund um den "Planet B", so der Titel des diesjährigen Festivals.
Quelle: Kathpress