
St. Gabriel: Gesprächsreihe mit gläubigen "Weltverbesserern"
Unter dem Motto "Transformationen gestalten" lädt die "St. Gabrieler Vortragsreihe 2022/23" zu fünf Abenden mit Aktivistinnen und Aktivisten, die inmitten von Krisen und Herausforderungen Veränderungen in der Gesellschaft aktiv mitgestalten. "Wir haben dafür Aktivistinnen und Aktivisten aus den verschiedensten Bereichen eingeladen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und zu hören, wie sie inmitten von Krisen und Herausforderungen Transformationen gestalten", betonte der Rektor des Missionshauses St. Gabriel, P. Franz Helm, in einer Aussendung am Donnerstag.
Angesichts tiefgreifender Veränderungen würden sich bei vielen Menschen Ängste und Fatalismus breitmachen. Man wolle deswegen die Frage stellen, was es heißt, in diesem Kontext, als gläubige Menschen die "Zeichen der Zeit" zu lesen. "Wie steht es um den christlichen Glauben an einen Schöpfergott, der seine Geschöpfe liebt und sie dazu befähigt, die Welt zu gestalten, damit sein Reich der Gerechtigkeit und des Friedens anbricht?", so Helm.
Die Gesprächsreihe im "Gabrium" der Steyler Missionare in Maria Enzersdorf startet am 17. Oktober mit dem Theologen, Seemann und Autor Jakob Frühmann. Unter dem Titel "Brot und Gesetze brechen" spricht er über seine Erfahrungen bei Einsätzen der Seenotrettungs-Organisation "Sea Watch", die geflüchtete Menschen aus dem Mittelmeer rettet.
Im Zentrum des Vortrages der Generalsekretärin der Österreichischen Ordenskonferenz, Sr. Christine Rod, am 15. November steht die Geschlechtergerechtigkeit in Kirche und Gesellschaft. Unter dem Titel "Wir sind bereit: Frauen auf dem Weg in der Kirche" berichtet die Ordensfrau u.a. über den Besuch einer hochrangigen Frauendelegation im Vatikan im Mai, an dem Rod teilgenommen hat.
Am 17. Jänner gibt der Steyler Missionar und Bibeltheologe P. Michael Kreuzer "Biblische Impulse für den anstehenden Wandel". Klaus Schwertner, geschäftsführender Direktor der Caritas der Erzdiözese Wien, ist am 21. März zu Gast im Gabrium. Sein Credo lautet: "Ohne Krise(n) kein Happy End!". In seinem Vortrag will er aufzeigen, wie Veränderung zum Guten möglich ist.
Den Abschluss der Vortragsreihe bildet am 18. April ein Gespräch mit der Theologin und Umweltaktivistin Anna Kontriner, die sich u.a. bei "Lobau bleibt" engagiert. Sie beschäftigt sich vor dem Hintergrund der Klimakrise mit der christlichen Tradition des zivilen Ungehorsams. (Infos: www.gabrium.at)
Quelle: kathpress