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Caritas St. Pölten: Aus Teuerungs- darf keine Armutswelle werden
"Jetzt verhindern, dass aus der Teuerungswelle eine Armutswelle wird" - dazu hat der St. Pöltner Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger aufgerufen. Der Teuerungswelle und dem Mehr an Kosten "mit einem Mehr an Hilfe, sozialer Wärme und Leistung entgegenzutreten", sei ein Auftrag für die Caritas. "Wir fordern aber auch die politisch Verantwortlichen dazu auf, das soziale Netz in Österreich armutsfest zu gestalten", sagte Ziselsberger bei einer Pressekonferenz am Dienstag in St. Pölten, zu der die dortige Caritas wie bereits jene anderer Diözesen im Rahmen der diesjährigen Inlandskampagne geladen hatte.
Der Caritas-Direktor appellierte an alle, die es sich leisten können, mit ihrer Spende an die Caritas sicherzustellen, dass deren Hilfsangebote auch in herausfordernden Zeiten aufrecht bleiben können. Wie sich in den Sozialberatungsstellen zeige, steigt der Bedarf an Unterstützung sogar an: Die Anfragen dort seien im Vergleich zum Vorjahr bereits um ein Drittel gestiegen. Caritas-Generalsekretär Christoph Riedl wies darauf hin, dass der durchschnittliche Wocheneinkauf eines Haushalts im selben Zeitraum um mehr als 19 Prozent teurer geworden sei.
Riedl appellierte an die Menschen in schwierigen finanziellen Situationen, die Hilfe der Caritas in Anspruch zu nehmen. In den Sozialberatungsstellen erhielten Armutsgefährdete und -betroffene Beratung, welche Schritte sie aus ihrer schwierigen Situation herausführen könnten. Wenn erforderlich, helfe die Caritas mit der Übernahme von Energie- und Mietkosten, Lebensmittel- oder Bekleidungsgutscheinen, sagte Riedl: "Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern wichtig und notwendig, um nicht in eine immer schneller drehende Spirale der Armut und Existenzgefährdung zu geraten."
Die Not der Menschen spürt man nach den Worten von Caritas-Mitarbeiterin Carina Membir auch in den "carlas", den Second-Hand-Läden, wo Armutsbetroffene mit Gutscheinen Kleidung und Dinge des täglichen Gebrauchs einkaufen können. Neben den Stammkunden fänden sich dort immer mehr neue Beziehende, so die Leiterin des BBO (Zentrum für Beschäftigung und Berufsorientierung). Ein Ende der Krisenzeiten sei derzeit nicht in Sicht, bedauerten die Caritas-Vertreter und verwiesen auf das Motto der Inlandskampagne "Mehrkosten. Mehr Hilfe!" (Spendenkonto: AT28 3258 5000 0007 6000, Kennwort: Inlandshilfe; oder online: www.caritas.at/inlandshilfe)
Quelle: kathpress