
Schönborn am Welttag des Hörens: Doppelt so viel zuhören wie reden
Kardinal Christoph Schönborn plädiert anlässlich des Welttag des Hörens (3. März) dafür, dem Gegenüber besser zuzuhören und "nicht ständig ins Wort" zu fallen. "Mit dem richtigen Hören haben auch die Hörenden oft ihre Schwierigkeiten", schreibt der Wiener Erzbischof in seiner Freitagskolumne in der Gratiszeitung "Heute". "Wir haben zwei Ohren und nur einen Mund. Wir sollten also doppelt so viel zuhören wie reden. Wie viele Missverständnisse könnten so vermieden werden", so Schönborn. Das setze voraus, "dass ich mich wirklich für das interessiere, was der Andere sagen will".
"Wie wichtig das Hören ist, wird erst bewusst, wenn Schwerhörigkeit beginnt", schreibt Schönborn. Es werde schwieriger mitzubekommen, was die Anderen sagen, einem Gespräch zu folgen, telefonieren, Radio, Musik hören, Lautsprecherdurchsagen am Bahnhof verstehen. "Wer sich mit dem Hören schwertut, hat bald das Gefühl, nicht mehr dazuzugehören."
Weiters betonte der Kardinal die Fortschritte in der Medizintechnik im Bereich der Hörgeräte. Dafür sei er, der selbst davon profitiere, sehr dankbar. Cochlea-Implantate ermöglichten es zudem gehörlosen Kindern, hören und sprechen lernen, wie ihre gesunden Altersgenossen, schloss Schönborn.
Quelle: kathpress