
Erzdiözese Salzburg stellt "Menschen, die Mut machen" in den Fokus
Mit einer Videokampagne möchte die Erzdiözese Salzburg "Menschen, die Mut machen" in den Fokus stellen. Von Ostern bis Pfingsten sind auf der Webseite der Erzdiözese Salzburg unter www.eds.at/mut sechs Frauen und Männer der Erzdiözese zu sehen. In kurzen Videos erzählen sie ihre persönlichen Geschichten, kündigte die Erzdiözese an. Zu Wort kommen u.a. Krankenhaus-, Obdachlosen- und Telefonseelsorgerinnen und -seelsorger, aber auch der Pfarrer und der ukrainischen Gemeinde in der Stadt Salzburg, Vitaliy Mykytyn.
Der ukrainische Priester berichtet im Video, wie er nach dem Beginn des Krieges vor einem Jahr schockiert war und den Wunsch verspürte, seinen Landsleuten zu helfen - jedoch nicht wusste, wie. Aus der Sprach- und Hilflosigkeit geholt habe ihn ein Anruf mit der Frage, was man tun könne. "Ich merkte: Du bist nicht allein. Das hat mich sehr gestärkt", so Pfarrer Mykytyn. Auch der Rat eines Bischofs "Suche dir gute Menschen, mit denen du viel Gutes tun kannst" habe sich als zielführend erwiesen. Mittlerweile sei ein großes Hilfsnetz zur Unterstützung der rund 1.000 nach Salzburg geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer entstanden.
Als weitere "Mutmacherin" erzählt die ehrenamtliche Chat- und Telefonseelsorgerin Teresa von der "kids-line", wie sie ihre jungen Klienten in schwierigen Krisenmomenten unterstützt. Mit ihrer Kollegenschaft biete sie ratsuchenden Kindern und Jugendlichen einen "Vertrauensraum, in dem gesprochen oder von den Sorgen erzählt werden kann", erklärt sie im Video. Ziel sei für sie, "in dem Moment aktiv zuzuhören, ernst zu nehmen was erzählt wird und subjektiv erlebte Krisen zu würdigen". Anrufende erlebten es oft als hilfreich, Geschichten von anderen zu hören, die in ähnlichen Situationen Mut gefasst und ihre Krise überwunden hätten, so die Seelsorgerin. (Link zu den Videos: www.eds.at/mut)
Die Aktion ist Teil der "Mut-Kampagne" der Erzdiözese Salzburg, die im Jänner mit dem Solidaritätsfonds "Wärme schenken macht Mut" für Menschen, die sich die Teuerungen der Energiekosten nicht mehr leisten können, gestartet ist. Die Erzdiözese wolle damit aufzeigen, dass Mut konkrete Gesichter habe, erklärte Thomas Hödl, Kampagnenmanager der Erzdiözese Salzburg. "Krieg, Einsamkeit, Krankheit, psychische Probleme und materielle Nöte machen zu schaffen. Christinnen und Christen wollen und können helfen", so Hödl.
Quelle: kathpress