
Katholische Sozialakademie ksoe würdigt Franz Küberl zum 70er
Der frühere Caritas-Präsident Franz Küberl feiert am kommenden Samstag (22. April) seinen 70. Geburtstag. Wenige Tage davor würdigt der Direktor der Katholischen Sozialakademie Österreich (ksoe), Markus Schlagnitweit, Küberl für dessen Lebensmotto, das sich nahtlos mit dem Kernauftrag der ksoe verbinden lasse: Der ehemalige Caritas-Chef und frühere langjährige Kirchenvertreter im ORF-Stiftungsrat habe eine jahrzehntelange gesellschaftspolitische Praxiserfahrung sowie eine ungebrochene Zukunftsorientierung, die er auch in seine Tätigkeit als Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der ksoe einfließen lasse, schreibt Schlagnitweit in einer Kathpress vorliegenden Würdigung des Jubilars.
Küberl sei nicht der Typus "eines harmlos-verbindlichen Kirchenvertreters", hält auch Bernd Wachter, aktuell Bundesgeschäftsführer des Forums Katholischer Erwachsenenbildung und von 2010 bis 2020 Generalsekretär von Caritas Österreich, im Blog der Katholischen Sozialakademie Österreich (www.ksoe.at/blog) fest. Zu Küberls 70er skizziert er in seinem Beitrag dessen Werdegang von einer Kellerwohnung in Graz an die Spitze der heimischen Caritas.
"Wenn er etwas (nicht) wollte, dann sprach er Klartext und scheute sich nicht, dicke Bretter zu bohren", wobei am Ende meist der Kompromiss wichtiger gewesen sei, so Wachter über den Langzeit-Präsidenten der Caritas Österreich (1995-2013). Küberl sei mit diesen Eigenschaften "ein Leuchtturm unseres Landes: ein in der Wolle gefärbter Katholik, dessen Glaube und soziales Engagement sich gegenseitig befruchten und bedingen".
Küberl habe soziale Herausforderungen nie nur abstrakt debattieren wollen, "sondern empfand es als innere Verpflichtung, das Leben von konkreten Menschen 'zumindest einige Millimeter', wie er oft sagte, zu verbessern", dankte Wachter dem ehemaligen Caritas-Chef für dessen Einsatz, und hoffnungsfrohen Blick in die Zukunft. Über viele Jahre hinweg sei Küberl das weltoffene Gesicht von Caritas und Kirche gewesen.
Seit einigen Wochen ist Küberls jüngstes Buch "Zukunft muss nach Besserem schmecken - Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft" im Handel erhältlich. Es gebe Zeugnis von dessen Glauben und Verwurzelung in der Kirche, spare aber auch nicht mit Kritik an Politik und benenne die großen gesellschaftlichen Herausforderungen, so Wachter.
"Franz Küberl war und ist ein leidenschaftlicher Vertreter einer modernen und zugleich kirchlich geprägten Caritas-Arbeit." Der 1953 in Graz geborenen Küberl sei in sehr bescheidenen Verhältnissen, als Hausmeisterkind in einer Kellerwohnung, aufgewachsen. "Oft berichtete er, wie er in seinen Kinderjahren die Welt von unten betrachten musste", schreibt Wachter. Diesen aufmerksamen Blick von unten habe sich Küberl zeitlebens erhalten - auch als Präsident der Caritas, am Verhandlungstisch von Kanzlern, Ministern und Botschaftern und in Gesprächen mit Bischöfen und Kardinälen.
Quelle: kathpress