
St. Pölten: Bischof Schwarz segnet Klosterwald in Ochsenburg
In unmittelbarer Nähe zum St. Pöltner Schloss Ochsenburg gibt es ab sofort die Möglichkeit zur Waldbestattung. Bischof Alois Schwarz hat am Donnerstag in Ochsenburg die Segnung des neuen Klosterwaldes vorgenommen. Gemeinsam mit dem St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler eröffnete er die neue Begräbnisstätte. Die Waldbestattung ist eine Alternative zur herkömmlichen Bestattung.
"Der Klosterwald ist ein Ort der Ruhe und Einkehr, an dem die Natur uns an die Schönheit und Wunder Gottes erinnert", so Bischof Schwarz in einer Aussendung der Diözese St. Pölten: "Menschen suchen einen Ort, wo sie ihre Angehörigen bestatten können. Da ist einerseits der Friedhof, andererseits auch die Natur ein Ort, wo Menschen ihre letzte Ruhe finden."
Bürgermeister Stadler: "Mit dieser Bestattungsform zeigt St. Pölten Offenheit und Respekt für die Individualität seiner Bewohner und Bewohnerinnen. Dass dadurch auch die schönen Wälder rund um die Ochsenburg als Ausflugsziel bestehen bleiben, ist zusätzlich ein großer Gewinn."
Im Rahmen der Eröffnungsfeier setzten Schwarz, Stadler und Klosterwald-Geschäftsführer Christian Berner ein zusätzliches Zeichen, indem sie vor Ort einen jungen Baum pflanzten. Eingebettet in den stattlichen Baumbestand könne dieser nun in Ruhe heranwachsen, hieß es.
Der Klosterwald Sankt Pölten - Ochsenburg befindet sich im Süden von Sankt Pölten am östlichen Ufer der Traisen auf einer Seehöhe von ca. 350 Meter. Er ist seit über 900 Jahren im Besitz des Bistums Sankt Pölten. Bei der Anfahrt passiert man die im 12. Jahrhundert erstmals erwähnte Ochsenburg. Diese diente lange als Sommersitz der Bischöfe von St. Pölten. Hier komponierte im Spätsommer des Jahres 1821 Franz Schubert als Gast von Bischof Ritter von Dankesreither die Oper "Alfonso und Estrella".
Die "Klosterwald Verwaltungs GmbH" stellt Waldflächen von Klöstern und christlichen Institutionen als Bestattungswälder zur Verfugung. Das Unternehmen gehört zu gleichen Teilen den Stiften Heiligenkreuz und Klosterneuburg sowie dem Erzbistum Wien. Das zentrale Kundenservice sitzt in Wien. 2019 wurde mit dem Klosterwald Kirchberg am Wechsel der erste Bestattungswald in Betrieb genommen. Aktuell gibt es sechs Klosterwalder in Niederosterreich und der Steiermark, weitere sind in Planung. Die Klosterwälder stehen allen Menschen offen, unabhängig von der Konfession oder Herkunft. (Infos: www.klosterwald.at)
Quelle: kathpress