
Caritas: Energiekostenzuschuss für Non-Profit-Organisationen positiv
Gemeinnützige Organisationen und religiöse Einrichtungen, die nicht unternehmerisch tätig, erhalten einen Energiekostenzuschuss. Wie der Ministerrat am Mittwoch beschlossen hat, soll die Unterstützungsmaßnahme ein Volumen von 140 Millionen Euro haben. "Der Energiekostenzuschuss für NPOs kommt um keine Minute zu früh", sagte Anna Parr, Generalsekretärin der Caritas Österreich, in einer Aussendung. Die aktuellen Teuerungen, speziell die Energiekosten würden gemeinnützigen Organisationen seit vielen Monaten belasten. Zwar habe es bereits Förderinstrumente gegeben, jedoch konnten nicht alle gemeinnützigen Organisationen finanzielle Unterstützung seitens des Bundes beantragen. "Diese Lücke wurde mit dem heutigen Beschluss geschlossen", meinte Parr.
Gerade gemeinnützige Organisationen lebten fast ausschließlich von Spenden und freiwilliger Arbeit oder seien an bestehende, oft mehrjährige öffentliche nicht valorisierte Fördervereinbarungen gebunden, erklärte Parr. Mit ihren Pflegeangeboten, Schulen und anderen Angeboten leisteten sie einen wesentlichen Beitrag für das Gemeinwohl und seien für den Zusammenhalt der Gesellschaft essentiell.
Der Energiekostenzuschuss würde jenen helfen, die helfen, so die Caritas-Generalsekretärin. So könnte man etwa ein Senioren- und Pflegewohnheim nicht bei 19 Grad Raumtemperatur führen und auch die gestiegenen Tankrechnungen der mobilen Dienste könne man nicht an Klientinnen und Klienten weitergeben. Der "enorme finanzielle Druck auf viele gesellschaftlich so wertvolle NPOs" nehme mit den Energiekostenzuschuss etwas ab.
Konkret gefördert werden sollen Mehrkosten, die durch steigende Energierechnungen entstanden sind, auszahlende Stelle wird die AWS, die Förderbank des Bundes, sein. Im Sinne eines neuen Transparenzparadigmas würden die Förderungen über die Transparenzdatenbank öffentlich gemacht, hieß es im Vorfeld der Regierungssitzung. Eine parlamentarische Beschlussfassung sollte aber noch vor der Sommerpause erfolgen, forderte Parr.
Quelle: kathpress