
Kärnten: Schwere Unwetterschäden an Filialkirche St. Marxen
Heftige Unwetter sind am Montagabend im Kärntner Bezirk Völkermarkt niedergegangen und haben an der Filialkirche St. Marxen in der Pfarre Kühnsdorf/Sina vas enorme Schäden verursacht. "Die extremen Windböen haben die gesamte Turmdachkonstruktion aus Holz inklusive Teile des Giebels abgeworfen", berichtete Ruprecht Obernosterer, Leiter der Bauabteilung der Diözese Gurk-Klagenfurt, in einer Aussendung am Dienstag. Das Turmdach wurde gänzlich weggerissen, Teile des Daches sowie Mauerwerk sind auf den Friedhof sowie auf das Dach der Sakristei gestürzt, die ebenfalls stark beschädigt wurde. Die genaue Schadenshöhe konnte laut Diözese noch nicht beziffert werden; sie werde sich aber vermutlich wohl in der Höhe von mindestens 500.000 Euro bewegen, hieß es.
Weiters appellierte Obernosterer an die Anrainer, "die Absperrungen vor Ort zu beachten und auch den Friedhof nicht zu betreten". Um Folgeschäden zu vermeiden, wurde bereits mit den Sicherungsarbeiten an der Kirche begonnen. Eine Restaurierung der Filialkirche sei jedoch erst im nächsten Jahr realistisch, sagte Obernosterer. Er wies auch darauf hin, "dass sich dieser extreme Vorfall leider nahtlos in die immer häufiger werdenden Sturm- und Unwetterschäden einreiht".
Aktuell wird das Gesamtausmaß des Schadens in der Filialkirche St. Marxen erhoben. Dabei wolle man sich einen Überblick über allfällige weitere Schäden an Kirchen und kirchlichen Gebäude in der Region zu verschaffen, hieß es.
Der Kühnsdorfer Pfarrer Johann Skuk zeigte sich in der Aussendung "unfassbar entsetzt und nahezu sprachlos" über das Ausmaß der Zerstörung. Der Schock sitze tief: "Die Kirche ist 750 Jahre alt, so etwas hat es noch nie gegeben. Wir hätten am Sonntag den beliebten Annakirchtag in Marxen gefeiert, jetzt liegen hier überall Trümmer." Auch der Friedhof rund um die Kirche sei durch die herabfallenden Ziegel und Trümmer des Turms stark in Mitleidenschaft gezogen worden. "Es ist eine Tragödie", so der Kühnsdorfer Pfarrer, der bei allem Entsetzen und Schrecken dankbar darüber ist, "dass es keinen Personenschaden gegeben hat".
Quelle: Kathpress