
Salzburg: Jungfalke aus Franziskanerkloster geborgen
Im Garten des Salzburger Franziskanerklosters wurde ein flugunfähiger Jungfalke geborgen. Da keine anderen Falken in der Nähe waren, hätten sich die Ordensmänner entschlossen, den Jungvogel von der Tierrettung bergen zu lassen. "Früher gab es mal Falken an unserem Turm, aber diese Behausung ist schon länger unbewohnt", informierte der Franziskanerpater Johannes Schneider in einer Aussendung des Ordens am Montag. Der Vogel soll sich in der Salzburger Innenstadt verirrt haben und sei im Garten des Klosters gefunden worden.
Mitarbeiter der Österreichischen Tierrettung bargen schließlich den verwaisten Jungvogel, dem die Franziskaner den Namen "Manfred" gaben. Da der Jungfalke "Manfred" bei seiner Bergung nicht versucht hatte wegzufliegen und auch stumm blieb, gehen die Helfer davon aus, dass der Falke nicht von seinen Eltern ausgesetzt wurde, sondern dass ihm wirklich etwas fehlt. Die Bergungsaktion wurde auch in einem Video eines Franziskanerbruders veröffentlicht (Link: https://www.youtube.com/shorts/XLUMtZ8Cvko)
Grundsätzlich sei ein noch flugunfähiger Jungfalke nichts Ungewöhnliches, informierte der Orden: "Falkenpaare setzen öfter ihren Nachwuchs aus, damit dieser fliegen lernt. Dabei beobachten sie das Jungtier von der Distanz und bringen eventuell Futter vorbei." Bei "Manfred" seien aber keine anderen Falken zu bemerken gewesen.
Die Tierrettung überstellte den Jungfalken an den Tierschutzverein Wildtierhilfe "TiniBlue" in Lungötz im Lammertal (Bezirk Hallein), wo er seither versorgt wird und zusammen mit Artgenossen auch das Fliegen erlernen soll. Aktuell wird nach Patinnen und Paten für den Falken gesucht.
Quelle: kathpress