
Salzburg: Trauer um Domkapitular Franz Padinger
Die Erzdiözese Salzburg trauert um Konsistorialrat Franz Padinger: Der langjährige Generalassistent der Katholischen Aktion Salzburg und Vorsitzender der Ökumene-Kommission ist am Freitag im Alter von 81 Jahren verstorben, wie die Erzdiözese Salzburg in einer Aussendung informierte. Der promovierte Theologe wirkte viele Jahre als Seelsorger in den Stadtpfarren Leopoldskron-Moos, Morzg, Mülln und Nonntal. Auch Salzburgs Erzbischof Franz Lackner würdigte den verstorbenen Domkapitular für dessen Wirken für die Ökumene in Salzburg, "sein Tod wird somit auch über die konfessionellen Grenzen hinaus Trauer auslösen". Mit Padinger habe die Erzdiözese einen Seelsorger verloren, "dem besonders die Bildung ein Anliegen war", so Lackner.
Zu den vielfältigen Tätigkeiten Padingers - den Lackner einen "begabten und vielseitigen Dieners Gottes" nannte - zählten u. a. Musikkritiken in den "Salzburger Nachrichten" und sein Dienst als Generalassistent der Katholischen Aktion, wo er über zwölf Jahre wirkte. "Franz Padinger konnte auf ein erfülltes Leben und ein segensreiches Wirken zurückblicken - nun ist er nach schwerer Krankheit heimgekehrt zu seinem Schöpfer, der ihn einst ins Priesteramt gerufen hatte und der ihm das viele Gute seines Dienstes lohnen wird", so der Erzbischof wörtlich.
Bischofsvikar Gottfried Laireiter dankte dem verstorbenen Domkapitular "für seinen verlässlichen und treuen Dienst im Domkapitel". Die Präsidentin der Katholischen Aktion (KA) Salzburg Elisabeth Mayer würdigte Padinger als einen "verlässlichen geistlichen Wegbegleiter". Als geistlicher Assistent der KA habe er mehrerer Gliederungen begleitet und bis 2017 als Generalassistent spirituelle Impulse gesetzt; zudem sei er ein "kompetenter theologischer Interpret des Konzils" gewesen. "Franz Padinger war einer der Stillen, die sich nicht aufdrängen, aber vielen Männern und Frauen in der Kirche Rüstzeug für ihren Dienst in Kirche und Welt mitgaben", betonte Mayer.
Vielfältiges Engagement in Salzburg
Franz Padinger wurde am 13. Juli 1942 in Neumarkt am Wallersee geboren. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1967 wirkte er zunächst als Aushilfspriester in Strobl, drei Jahre später als Seelsorger der Katholischen-Studierenden-Jugend (KSJ) und Rektor der Markuskirche. Als Priester war Padinger in den Stadtpfarren Leopoldskron-Moos, Morzg, Mülln und Nonntal tätig.
Von 2005 bis 2017 hatte er die Funktion des Generalassistenten der Katholischen Aktion Salzburg inne. Ferner begleitete er als Geistlicher Assistent der Katholischen Hochschuljugend, des Katholischen Bildungswerks und des Bereichs Kirche und Arbeitswelt viele Menschen seelsorglich. Sein großes Engagement galt auch der Ökumene: Viele Jahre war er Mitglied des Ökumenischen Arbeitskreises und Vorsitzender der Ökumene-Kommission in Salzburg.
Padinger wirkte auch als Assistent des Internationalen Forschungszentrums für soziale und ethische Fragen (IFZ), als Geistlicher Assistent des Katholischen Akademiker/innenverbandes sowie als Hochschulpfarrer in der Katholischen Hochschulgemeinde. Jahrelang war er Kirchenrektor in der Filialkirche St. Sebastian, Seelsorger der Laientheologinnen und Laientheologen der Universität Salzburg und des Theologinnen- und Theologenzentrums und Vorsitzender des Afro-Asiatischen Instituts. Padinger war als Lehrender beim Theologischen Fernkurs tätig und unterrichtete von 1990 bis 2007 als Professor an der Religionspädagogischen Akademie der Erzdiözese Salzburg.
Zeit und Ort der Begräbnisfeierlichkeiten werde man in Kürze veröffentlichen, hieß es vonseiten der Erzdiözese Salzburg am Samstag. (Infos: www.eds.at/detail/trauer-um-domkapitular-franz-padinger)
Quelle: kathpress