
Ars Electronica: Taiwanesische Tanzperformance im Linzer Mariendom
Beim diesjährigen Ars Electronica-Festivals in Linz (6. bis 10. September) ist der Mariendom erneut Schauplatz künstlerischer Darbietungen. So wird die Tanzperformance "The Mirage Replicas 2.0" der taiwanesischen Medienkünstlerin Yen-Tzu Chang in Österreichs größtem Gotteshaus zu sehen sein, wie auf der Webseite des Festivals (https://ars.electronica.art), das heuer zum Thema "Who owns the Truth? - Wem gehört die Wahrheit?", nachzulesen ist.
Die halbstündige Performance, die während der Festivallaufzeit siebenmal zur Aufführung gebracht wird, behandelt Generationenunterschiede innerhalb einer Familie und Kultur. Beginnend mit der Geschichte des Vaters der Künstlerin, der eine goldene Fledermaus fängt, befasst sich das Werk auch mit ökologischen Problemen im Zusammenhang mit Fledermäusen. Symbolisch dargestellt durch Fledermäuse, werden Erinnerungen und kulturelle Perspektiven des Künstlers dargestellt.
Während der Aufführung wechseln die Tänzer ständig ihre Rollen und verkörpern die Rollen eines Fledermausforschers und des Künstlers in der Kindheit. "Wie sollten wir mit den reichen menschlichen Vorstellungen, Mythologien, alten Legenden, kulturellen Traditionen und religiösen Überzeugungen umgehen, die unsere Vergangenheit geprägt haben?", ist zentrale Frage der Aufführung, "insbesondere in einer Zeit, in der künstliche Intelligenz immer präziser wird, aber möglicherweise eine kulturelle Homogenität des Wissens verstärkt?", ist in der Kurzbeschreibung zum Werk nachzulesen. Wie man diesen Herausforderungen begegnen und alternative Formen des Zusammenlebens entdecken könne, soll die Performance der Taiwanerin zur Diskussion stellen.
Yen Tzu Chang ist Medienkünstlerin. Die Taiwanerin lebt und studiert seit 2014 in Linz. Sie hat einen Bachelor-Abschluss des New Media Art Instituts an der Taipei National University of Art. Seit 2011 arbeitet sie in verschiedenen Bereichen wie interdisziplinäre Kunst und experimentelle Performances, die auf Sound-Installationen basieren.
Quelle: kathpress