
Klosterneuburg: "Tag der Forschung" zeigt Stift als Ort des Wissens
Das niederösterreichische Stift Klosterneuburg präsentiert am 20. Oktober im Rahmen des ersten "Tag der Forschung" seine 900-jährige Forschungstradition. Am "Tag der Forschung" erhalten Interessierte Einblicke in die historischen Sammlungen und Forschungsinitiativen des Stiftes; außerdem stellen auf einer Projektmesse Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen ihre Arbeiten vor und es gibt Vorträge internationaler Expertinnen und Experten von Theologie über Musikgeschichte bis zu KI. Aktuell laufen im Stift Klosterneuburg 17 Forschungsprojekte, die am 20. Oktober ihre Methoden und technischen Geräte vorstellen.
"Mit dem Einzug der Augustiner-Chorherren im Jahr 1133 beginnt die Geschichte des Stiftes als Ort des Wissens", heißt es dazu in einer Aussendung am Dienstag. Das kulturelle Erbe des Stiftes verlange eine ständige Auseinandersetzung, "die auf aktuelle gesellschaftliche oder auch technische Entwicklungen Bezug nimmt", so die Organisatoren. So ermöglichten die Sammlungen des Stiftes immer wieder neue Methoden und Konzepte an Originalquellen zu erproben.
Das Programm des "Tag der Forschung" beginnt um 12 Uhr mit einer Projektmesse bei der Kaiserstiege, bei der Nachwuchsforscher und erfahrene Spezialisten ihre jeweiligen Forschungsprojekte vorstellen und Fragen dazu beantworten. Der neue Propst des Stiftes Klosterneuburg, Anton Höslinger (53), wird die Eröffnungsworte sprechen.
Danach gibt es Exkursionen in die Sammlungen des Stiftes, wie in die Bibliothek, das Musik- sowie Stiftsarchiv und den Kreuzgang. Dabei werden unter anderem technische Geräte zur zerstörungsfreien Analyse von Ledereinbänden, neue Datenbanken zu musikalischen Netzwerken oder digitale Applikationen zur Erforschung alter Schriften vorgestellt.
Weiters finden Vorträge von Kooperationspartnern der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und den Universitäten Wien und Brünn statt, etwa zum Thema "Musik des 18. Jahrhunderts im monastischen Umfeld" oder "Gemeinsam für Gott streiten". Den Abschluss des Forschungstags bildet ein Abendvortrag im Binderstadl zum Thema "Klöster als Innovationslabore" der Historikerin Julia Burkhardt, Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. (Programm und Infos: www.stift-klosterneuburg.at/forschung/)
Quelle: kathpress