
Caritas fordert Ausbau von Palliativangeboten
Ein Jahr nach dem Beschluss des Hospiz- und Palliativfondsgesetzes fordert die Caritas einen Ausbau bei Palliativangeboten. "Das Hospiz- und Palliativfondsgesetz bietet die Grundlage für eine flächendeckende Versorgung mit Hospiz- und Palliativangeboten. Jetzt muss der Ausbau folgen", betonte Caritas-Präsident Michael Landau in einer Aussendung am Freitag.
Es gebe in Österreich noch immer "enormen Aufholbedarf an wohnortnaher palliativer Begleitung", so der Caritas-Präsident. "Das Geld für den Ausbau an palliativen Angeboten ist nun da - wir müssen jedoch vom Denken und Planen ins Tun kommen", drängte Landau auf eine rasche Umsetzung. Die palliative Begleitung und Betreuung von Patientinnen und Patienten am Ende ihres Lebens müsse sichergestellt sein.
Die Hilfsorganisation sei dankbar, dass mit dem Gesetz die Grundlage für eine flächendeckende Versorgung mit Hospiz- und Palliativangeboten für alle Menschen in Österreich geschaffen worden sei. Besonders beim Aus- und Aufbau von Hospiz- und mobilen Palliativteams gehe einiges weiter, so Landau. "Allerdings sehen wir auch, dass die Abstimmungsprozesse unter den Beteiligten offenbar deutlich mehr Zeit brauchen als vorhergesehen."
Hier könnte dem Dachverband Hospiz Österreich eine wichtige Rolle in der Koordinierung zukommen, schlug der Caritas-Präsident vor. "Seit 30 Jahren leistet Hospiz Österreich hervorragende Arbeit und baut Strukturen im Hospiz- und Palliativbereich auf." So könne der Dachverband eine aktive Rolle in der Umsetzung des Gesetzes spielen und etwa die Aktivitäten der Bundesländer, Träger und Einrichtungen miteinander vernetzen, so Landau
Caritas testet "Telepflege"
Ein neues virtuelles Zusatzangebot in der Pflege testet die Caritas der Diözese St. Pölten aktuell im Weinviertel. Mithilfe von Videotelefonie sollen in Zukunft Pflegeberatungen mit diplomiertem Pflegepersonal digital stattfinden können. Um Kundinnen und Kunden in ihrer Lebensqualität zu Hause zu unterstützen, wolle man digitale Kommunikationswege nutzen und anbieten, hieß es von der Caritas, wie der "Kurier" am Freitag berichtete.
Damit solle ein ergänzendes Angebot für die Versorgungssicherheit und Gesundheitsprävention im häuslichen Pflegebereich geschaffen werden. Für den Start ist der Einsatz von zehn Diplomkrankenpflegerinnen und Diplomkrankenpflegern geplant.
Quelle: kathpress