
Neues Vorzeige-Bauprojekt der Caritas Socialis in Kalksburg
Wien verfügt über ein neues Vorzeigezentrum im Bereich Pflege: Im Pflegezentrum CS Kalksburg, das Gesundheitsstadtrat Peter Hacker am Dienstag auf Einladung der Trägerinnen von der Caritas Socialis (CS) eröffnete, finden 152 Personen mit Unterstützungsbedarf professionelle Pflege, bestmögliche schmerzmedizinische Betreuung, psychosoziale und spirituelle Unterstützung. Bis zu 25 Personen können täglich das CS Tageszentrum nutzen, ab 2026 wird auch Betreutes Wohnen angeboten, wie die CS in einer Aussendung mitteilte. Die hohe fachliche Kompetenz gerade im Bereich Demenzerkrankungen und die palliative Unterstützung stehe "ab sofort allen Wienerinnen und Wienern offen".
Das Haus der Caritas Socialis werde "allen Anforderungen der modernen Pflege gerecht", lobte Hacker bei der Eröffnung. Beim Bau sei auch besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit und schonenden Umgang mit Ressourcen gelegt worden. Pflegeeinrichtungen wie das neue Pflegezentrum CS Kalksburg zeigen laut dem Stadtrat die "Wertschätzung, die wir der älteren Generation in Wien entgegenbringen".
Die Caritas Socialis ist eine langjährige Partnerorganisation des Fonds Soziales Wien (FSW). Dessen Geschäftsführerin Susanne Winkler attestierte "höchste Lebensqualität" für die künftig hier Lebenden.
Know-how aus mehr als 100 Jahren
CS-Geschäftsführer Robert Oberndorfer legte dar, dass in das zwischen August 2021 und September 2023 umgesetzte Bauprojekt das Know-how der Caritas Socialis aus mehr als 100 Jahren Pflege- und Betreuungserfahrung eingeflossen seien. Die 1919 von Hildegard Burjan gegründete geistliche Schwesterngemeinschaft sei Pionierin auf dem Gebiet der Palliativen Betreuung im CS Hospiz Wien, der Demenzbetreuung und der Begleitung von Menschen mit MS. Bautechnisch sei vom Wiener Architekturbüro "ArchOffice" den Erfahrungen der letzten Jahre Rechnung getragen worden. Dies konkretisiert sich laut Oberndorfer in unterschiedlichen Appartementgrößen, großzügigen Bädern, großen Fensterflächen, "um die Natur in die Appartements zu bringen", und in weiten Aufenthaltsräumen.
Das neugestaltete Tageszentrum für Alte und Menschen mit Demenz biete ein "facettenreiches Aktivierungsprogramm" für Körper und Geist, sie werden auch bei der Medikamenteneinnahme und bei pflegerischer Betreuung unterstützt. Tagesgäste können bis zu fünf Mal pro Woche in der Zeit von 8 bis 16 Uhr kommen - "eine entscheidende Entlastung für betreuende An- und Zugehörige", wie die CS erklärte.
Ökologisches Vorzeigeprojekt
Hervorgehoben wurde in der CS-Aussendung auch die Nachhaltigkeit des "grünen" Pflegeheims: Es werde auf fossile Energieträger verzichtet, auf dem Dach der CS Kalksburg stehe eine leistungsstarke Photovoltaikanlage, Wärme und Warmwasser werden mittels Tiefenbohrungen gewonnen. Eine Deckenkühlung verhindert eine Überhitzung der Räume auch bei lang andauernden Hitzeperioden. Im Außenbereich gibt es vielseitig gestaltete Grünflächen, Blumenwiesen sowie großzügige Terrassenflächen. Bei der Wahl der Lieferanten wurde der Fokus auf regionale Wertschöpfung gelegt, zudem stammen alle Möbel des Hauses von heimischen Produzenten. "Öko-Zuckerl" erhalten auch die Mitarbeitenden: Für sie stehen Fahrradabstellplätze und E-Ladestationen zur Verfügung, das Klimaticket wird zu 50 Prozent refundiert.
Aktuell betreuen 86 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 78 Pflegebedürftige im wohl modernsten Pflegezentrum Wiens. Bis zum Vollausbau mit maximal 152 Betreuten werden noch Pflegekräfte aufgenommen. Die CS punktet dabei als vielfach - u.a. als familienfreundlichster Betrieb - ausgezeichnete Arbeitgeberin mit dem Bemühen, für Bewohner und Mitarbeiter gleichermaßen einen "guten Lebensraum für alle in der CS Kalksburg zu bieten".
Das Pflegezentrum CS Kalksburg ergänzt das Leistungsangebot der Caritas Socialis im Bereich Pflege. Den ursprünglichen Auftrag, soziale Not zu lindern, konkretisiert die Schwesterngemeinschaft heute in drei Schwerpunkten: Betreuung und Pflege (Demenz), Hospizkultur (CS Hospiz Wien) und Unterstützung und Begleitung von Familien und Kindern. (Info: www.cs.at)
Quelle: kathpress