
Augustiner Chorfrauen verlassen Salzburger Kloster Goldenstein
Die letzten drei Augustiner Chorfrauen haben im Dezember altersbedingt das Kloster Goldenstein in Elsbethen im Salzburger Land verlassen. Das teilte die Erzdiözese Salzburg am Donnerstag mit. Mit ihrem Auszug wohnen im Klostergebäude, das die Privatschule Goldenstein beherbergt, keine Schwestern mehr. "Der Abschied, der altersbedingt notwendig wurde, war ein längerer Prozess und ist niemanden leichtgefallen", betonte Propst Markus Grasl von Stift Reichersberg (OÖ), der seit 2022 das Kloster Goldenstein leitet. Die drei Chorfrauen setzen nun gemeinsam in einer Seniorenresidenz ihr Ordensleben fort.
Im Namen der Erzdiözese Salzburg bedankte sich Bischofsvikar Gottfried Laireiter für ihr soziales Engagement. "Der Konvent der Augustiner Chorfrauen im Kloster Goldenstein hat über viele Jahrzehnte das Ordensleben in unserer Erzdiözese mitgeprägt", so Laireiter. Die einzige österreichische Niederlassung der Ordensgemeinschaft befand sich seit 1877 in Elsbethen. Die Augustiner Chorfrauen errichteten dort eine Internatsschule für Mädchen. Bis heute wird diese als katholische Privatschule geführt und seit 2017 auch von Buben besucht.
Der zukünftige Fokus des Schlossgebäudes liege auf dem Schulbetrieb, so Propst Grasl. "Der Zubau der Schule ist abgeschlossen. Im Laufe des Frühjahrs beginnt die Generalsanierung des Schlosses." Neben der schulischen Bildungseinrichtung gebe es dort künftig auch eine Arztpraxis. Dies sei ganz im Sinne der Ordensgemeinschaft und der Schwestern, betonte Grasl: "Für Menschen da und eine Bereicherung für den ganzen Ort zu sein."
Quelle: kathpress