
Grazer Elisabethinen für "Hochzuverlässigkeit" ausgezeichnet
Als erste österreichische Gesundheitseinrichtung ist das Krankenhaus der Elisabethinen Graz am Dienstag mit dem internationalen Preis für High Reliability Organizations (HRO) ausgezeichnet worden. Die vom deutschen Qualitätskongress Gesundheit, der Ecclesia Gruppe und der Gesundheitsstadt Berlin verliehene Würdigung der Hochzuverlässigkeit in Medizin und Pflege erhält das Spital besonders für die Organisation pulmologischer Eingriffe und die Notfallversorgung, ist einer Aussendung vom Mittwoch zu entnehmen.
Der Preis macht laut Geschäftsführer Christian Lagger das Wirken der Elisabethinen im Bereich Patientensicherheit "nach innen und nach außen sichtbar". Höchstmögliche Zuverlässigkeit, Sicherheitskultur und Patientensicherheit seien Unternehmensziele des Grazer Ordensspitals und würden durch laufende Schulungen und jährlich verpflichtende Notfalltrainings des interprofessionellen Teams sichergestellt. Im Ernstfall müsse jeder Handgriff sitzen, wodurch auch eine "effiziente Kommunikation auf Augenhöhe" beitrage.
Ein wichtiger weiterer Beitrag zum Ziel der Höchstsicherheit ist bei den Grazer Elisabethinen das monatliche Simulations-Teamtraining, das im pulmologischen Setting auf der Intensivstation stattfindet. Spezielle Simulatoren, die wie "echte Patienten" schwitzen, bluten oder krampfen können, erlauben für die Fachkräfte ein Üben ohne Risiko. Seit dem Vorjahr gibt es auch einen neuen, österreichweit bisher einzigartigen Lungensimulator, der den "Plastikpatient" einen Asthmaanfall erleiden lassen kann oder dessen Beatmung unter extrem realitätsnahen Umständen erlaubt.
Quelle: kathpress