
Erzbischof Lackner und Politik gedachten Tauerntunnel-Katastrophe
Vor 25 Jahren, am 29. Mai 1999, hat ein Brand im Tauerntunnel im Bundesland Salzburg zwölf Menschen das Leben gekostet. Dieser Katastrophe gedachten am Mittwoch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesellschaft sowie Überlebende und Vertreter der ASFINAG, Polizei und der Feuerwehr. Geleitet wurde die Gedenkfeier in der Autobahnkapelle Flachau vom Salzburger Erzbischof Franz Lackner. Dieser würdigte neben dem Gedenken an die Gestorbenen besonders den Einsatz der Rettungskräfte. So habe sich im "Moment der Katastrophe durch mancherlei beherzten, entschlossenen und aufopfernden Einsatz auch die Menschlichkeit gezeigt", hielt der Erzbischof fest. "Auch daran wollen wir denken, wenn wir heute hier zusammenkommen."
"Nichts kann die zwölf Menschenleben, die die Brandkatastrophe vor 25 Jahren gefordert hat, ersetzen", betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). "Gemeinsam tragen wir aber dafür Sorge, dass alles in unserem Land unternommen wird, dass sich solche Unglücke nicht mehr wiederholen können." Die Katastrophe habe das Land verändert, zeigte sich der Politiker überzeugt: "Es war eine Tragödie, die Salzburg prägte. Viele Abläufe im Bereich des Katastrophenschutzes und der Verkehrssicherheit wurden in der Folge hinterfragt und entsprechend adaptiert."
Mittlerweile verfügten sowohl der Tauern- als auch der Katschbergtunnel über eine zweite Tunnelröhre und sicherheitstechnisch hohe Standards. Ferner stelle der Katastrophenschutz des Landes durch Ausbildungen und das regelmäßige Üben verschiedenster Einsatzszenarien sicher, dass im Ernstfall alle nötigen Maßnahmen Hand in Hand gingen.
Quelle: kathpress