
Klagenfurt: Bischöfe Vuksic und Marketz bekräftigen Partnerschaft
Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Diözesanpartnerschaft zwischen der Diözese Gurk und der Erzdiözese Sarajewo hat am Freitagabend Erzbischof Tomo Vuksic gemeinsam mit dem Kärntner Bischof Josef Marketz die Maiandacht im Klagenfurter Dom gefeiert. Beide bekräftigten ihren Willen zur Partnerschaft zwischen den Diözesen. Im Anschluss an den Gottesdienst überreichte der Kärntner Bischof als Zeichen des Dankes und der Solidarität an Erzbischof Vuksic ein Hemmakreuz. Es ist dasselbe, das auch Marketz trägt, wie die Diözese Gurk in einer Aussendung mitteilte. Die Inschrift auf der Rückseite, "Caritas deus est" (Gott ist Liebe), solle die Partnerschaft in die Zukunft leiten, damit sie weiter wachsen könne, so Marketz.
"Wir haben viel miteinander geschaffen und umgesetzt. Dafür gilt es, dankbar zu sein", sagte Bischof Marketz und rief dazu auf, "als Christinnen und Christen vereint in die Zukunft zu schauen, in eine gute Zukunft voller Solidarität, Zusammenhalt und Liebe".
Im Rahmen des Partnerschaftsbesuches wird die Delegation aus Sarajewo, der u.a. auch Caritasdirektor Mirko Simic angehört, an diesem Samstag im Gespräch mit Bischof Marketz und weiteren Verantowrtlichen der Diözese Gurk zukünftige Schwerpunkte der Diözesanpartnerschaft, vor allem im Bereich Jugend, festlegen.
Am Samstagnachmittag werden Erzbischof Vuksic und Bischof Marketz in der kroatischen Gemeinde in Klagenfurt das Sakrament der Firmung spenden. Den Abschluss des Partnerschaftsbesuches bildet am Sonntag um 10 Uhr ein gemeinsamer Gottesdienst mit Erzbischof Vuksic und Bischof Marketz in der Pfarre Lind ob Velden/Lipa ob Vrbi, wo Provisor Marijan Marijanovi, der aus der Erzdiözese Sarajewo stammt, die Delegation aus seinem Heimatland begrüßen wird.
Die Diözesanpartnerschaft wurde 2004 vom damaligen Kärntner Bischof Alois Schwarz im Anschluss an den Mitteleuropäischen Katholikentag bei einem gemeinsamen Gottesdienst mit dem damaligen Erzbischof Kardinal Vinko Puljic im Klagenfurter Dom offiziell gestartet. Bischof Marketz - damals in seiner Funktion als Leiter der slowenischen Abteilung im Seelsorgeamt - war Mitbegründer der Diözesanpartnerschaft und zehn Jahre lang für die Diözesanpartnerschaft verantwortlich.
Im Rahmen der Partnerschaft wurden unter anderem die Projekte "Schafe für Rückkehrer", "Essen auf Rädern" und der Bau des "Europakindergartens" im Caritaszentrum in Sarajewo durchgeführt. Außerdem wurde der Bau eines Jugendzentrums in Sarajewo unterstützt, es konnten zudem mehrere Pfarr- und Schulpartnerschaften geschlossen werden.
Quelle: kathpress