
Sr. Mirjam Schmedler neue Generaloberin der Vorauer Marienschwestern
Die Marienschwestern von Vorau haben Sr. Mirjam Schmedler zu ihrer neuen Generaloberin gewählt. Die 45-Jährige wurde am Montag vom Generalkapitel zur Nachfolgerin von Sr. Marianne Schuh bestimmt. Schmedler wird am Dienstag, 2. Juli im Rahmen eines Festgottesdienstes um 16 Uhr mit dem Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl und dem Salzburger Erzbischof Franz Lackner offiziell ins Amt eingeführt, geht aus einer Ankündigung der Ordenskonferenz vom Donnerstag hervor. Lackner wird beim anschließenden Festakt referieren.
In der neugewählten Leitung des Ordens stehen Sr. Schmedler weiters auch Sr. M. Katharina Wagner, Sr. M. Paula Zangl und Sr. M. Emmanuelle Sommer als Generalrätinnen zur Seite, sowie Sr. Johanna Schlagbauer, die ihre zusätzliche Funktion als Vikarin behält. Ein Wechsel gibt es auch in der Geschäftsführung des vom Orden geführten Marienkrankenhauses, wo Bertram Gangl auf Manuela Holowaty folgt. Gangl wird bei dem Gottesdienst ebenfalls in seiner neuen Funktion begrüßt werden.
Schmedler wurde am 23. Oktober 1978 in Knittelfeld geboren und erhielt den Taufnamen Cornelia. Sie wuchs in Spielberg auf, besuchte die Krankenpflegeschulen in Graz und in Leoben und arbeitete zunächst als Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin in Hallein und zuletzt am Universitätsklinikum Graz, wo sie 2004 auch die Sonderausbildung für Intensivpflege absolvierte. 2007 trat sie bei den Vorauer Marienschwestern ein und erhielt den Ordensnamen Sr. Mirjam.
In ihrer bisherigen Ordenslaufbahn war Schmedler in unterschiedlichsten Bereichen im Konvent und als Krankenhausseelsorgerin im Marienkrankenhaus Vorau tätig und unterstützte bereits seit ihrer Ewigen Profess 2018 ihre Vorgängerin Sr. Marianne Schuh als Generalrätin in der Leitung der Kongregation. Im selben Jahr wurde sie auch Verantwortliche für die Berufungspastoral. Ab 2021 leitete Schmedler die konventeigene Pflegestation, 2022 übernahm sie als Mitglied im Aufsichtsrat des Marienkrankenhauses Vorau Verantwortung für das ordenseigene Spital.
Die Vorauer Marienschwestern, die in vollem Namen "Schwestern von der Unbefleckten Empfängnis" (Ordenskürzel: CCIM) heißen und aktuell 29 Mitglieder in Vorau und Graz haben, sind besonders in der Alten- und Krankenpflege tätig. Sie sind bekannt wegen ihres Marienkrankhauses in Vorau und wegen der laufenden Verfahren zur Seligsprechung von zwei ihrer Mitglieder, der Gründerin Mutter Barbara Sicharter (1829-1905) und Sr. Maria Krückl (1918-1945). Das Mutterhaus schließt direkt an das Spital an. 1928 wurden die Schwestern zu einer kirchlichen Kongregation diözesanen Rechts, seit 2014 gibt es auch Familiaren des Ordens.
Quelle: kathpress