
Diözese Gurk erste Diözese mit EMAS-Umweltschutz-Zertifizierung
Die Diözese Gurk ist als erste Diözese Österreichs für ihre Zentralstellen nach dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert worden. Am Mittwoch überreichte das diözesane Umweltteam in der Bischöflichen Residenz die entsprechenden Zertifikate an Bischof Josef Marketz und Vertreter der Diözesanleitung. Marketz bezeichnete die Zertifizierung als "ein wichtiges Leuchtturmprojekt und gleichsam ersten Schritt auf einem langen Weg des schöpfungsverantwortlichen Handelns". Die Zertifizierung solle ermutigen, kirchlich wie gesellschaftlich konkrete Maßnahmen zum Schutz der Schöpfung zu setzen.
Die Zertifizierung betrifft vier Standorte: die Bischöfliche Residenz in der Mariannengasse, das Diözesanhaus in der Tarviser Straße, die slowenische Abteilung des Seelsorgeamtes am Viktringer Ring sowie das Haus am Benediktinerplatz. Mit EMAS verpflichten sich Organisationen zu einer kontinuierlichen Verbesserung ihrer Umweltleistungen, die von externen Gutachtern überprüft werden.
Als "ein Zeichen der Hoffnung für alle kirchlichen Gemeinschaften und die Gesellschaft" bezeichnete Schöpfungsverantwortungs-Referent Jost die EMAS-Zertifizierung. "Es ist unser christlicher Auftrag, so mit der Erde umzugehen, dass wir sie nicht zerstören, sondern für uns und unsere Kinder bewahren", das Umweltprogramm sei daher "konkret und lebensrelevant - und nicht nur Kosmetik". Das erarbeitete Umweltprogramm umfasst unter anderem Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, Ressourcenschonung, Abfallvermeidung und nachhaltige Beschaffung. Auch der Ausbau von Photovoltaikanlagen ist vorgesehen.
Auch Markus Gerhartinger, Sprecher der Umweltbeauftragten der Katholischen und Evangelischen Kirche Österreichs, gratulierte der Diözese zur Zertifizierung: "Es zeigt einerseits vom großen Engagement der diözesanen Mitarbeitenden in den Umweltteams. Andererseits stärkt es die Glaubwürdigkeit der Kirche von Kärnten, der die Sorge um die Schöpfung, Gottes wunderbarer Erde, ein echtes Anliegen ist."
Quelle: Kathpress