
Diözese St. Pölten: Arbeit an neuem Statut der Frauenkommission
Wie geht es mit der Frauenkommission in der Diözese St. Pölten weiter? Der Vorstand der Frauenkommission hat in einer Aussendung mitgeteilt, dass die auf fünf Jahre anberaumte Funktionsperiode mit 30. September abgelaufen ist. Da es bislang kein neues Statut gibt, ende damit auch die Kommission in ihrer derzeitigen Form. "Damit ist diese Frauenkommission (zumindest vorläufig) Geschichte. Unsere Tätigkeit als Vorstand endet", teilte das Vorsitzteam mit. Diesem gehörten die Vorsitzende Anna Rosenberger sowie Veronika Prüller-Jagenteufel, Angela Lahmer-Hackl, Regina Sprinzl und Magdalena Ganster an. Laut Diözese St. Pölten soll es aber auch in Zukunft eine Frauenkommission geben.
In einer Stellungnahme der Diözese St. Pölten gegenüber Kathpress hieß es dazu am Mittwoch, dass Generalvikar Christoph Weiss von Bischof Alois Schwarz mit der Erstellung einer Arbeitsgruppe beauftragt wurde, die die bestehenden Statuten der Frauenkommission der Diözese überarbeiten soll. Ziel sei es, "die Strukturen und Arbeitsweisen an die aktuellen pastoralen Herausforderungen anzupassen und die Mitwirkung von Frauen in der Diözese weiterhin nachhaltig zu stärken".
Bischof Schwarz betone in diesem Zusammenhang ausdrücklich, "dass es selbstverständlich auch in Zukunft eine Frauenkommission in der Diözese St. Pölten geben wird".
Frauenkommission 2020 gegründet
Bischof Schwarz hatte schon bei einer Begegnung Ende Juni angekündigt, dass es die Frauenkommission auch künftig - mit adaptiertem Statut - geben wird. So sollten künftig auch Frauen mit gesellschaftlicher Verantwortung außerhalb kirchlicher Gremien eingebunden werden.
Die Frauenkommission war 2020 von Schwarz ins Leben gerufen worden, mit der Vorgabe, nach fünf Jahren Bericht zu erstatten. Der Bericht wurde bei besagtem Treffen Ende Juni vom Vorsitzteam vorgestellt bzw. übergeben.
Danach habe der Vorstand entsprechend dem Wunsch des Bischofs überlegt, wie der Kreis der Organisationen, die Mitglieder in die Frauenkommission entsenden können, erweitert werden könne. Die Ideen dazu habe man an die Diözesanleitung weitergeleitet, so das bisherige Vorstandsteam. Nun habe man erfahren, dass an einer Neufassung des Statuts gearbeitet wird. Vom Vorstand sei allerdings keine Frau eingebunden.
In der aktuellen Mitteilung der bisherigen Vorstandsmitglieder heißt es abschließend: "Wir behalten uns unsere Leidenschaft für die befreiende Botschaft Jesu Christi und für eine echte Gemeinschaft von Frauen und Männern in seiner Nachfolge."
Quelle: kathpress