
Wien: Details zur Bischofsweihe und Amtseinführung von Josef Grünwidl
Die Erzdiözese Wien bereitet sich auf die Bischofsweihe von Josef Grünwidl vor, die am 24. Jänner 2026 um 14 Uhr im Wiener Stephansdom stattfinden wird. Papst Leo XIV. hat Josef Grünwidl am 17. Oktober offiziell zum Nachfolger von Kardinal Christoph Schönborn ernannt, der die Weihe spenden wird. Grünwidl wird damit der 33. Bischof von Wien. Laut Nina Sevelda-Platzl, Leiterin des erzbischöflichen Sekretariats und Koordinatorin der Feierlichkeiten, laufen die Vorbereitungen in der gesamten Erzdiözese "mit großer Freude". Gläubige, die an der Feier teilnehmen möchten, können sich ab 2. Dezember über die Website www.erzbischof.wien anmelden. Die Erzdiözese Wien riet zu einer raschen Anmeldung, "die Plätze sind erwartungsgemäß sehr begehrt".
Einladungen zum Festgottesdienst wurden an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erzdiözese, an Wegbegleiter Grünwidls sowie an Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche und öffentlichem Leben verschickt. Die Einladung zur Akkreditierung für Medienschaffende wird zu einem späteren Zeitpunkt ausgeschickt. Weitere Informationen zur Gestaltung des Gottesdienstes folgen in den nächsten Wochen, hieß es vonseiten der Erzdiözese Wien.
Der Festgottesdienst wird live in ORF 2 und auf radio klassik Stephansdom übertragen. In den Wochen nach der Weihe wird Grünwidl zudem mehrere Gottesdienste in den Vikariaten Nord und Süd feiern. Am 13. Februar feiert er um 17 Uhr im Wiener Neustädter Dom eine Eucharistiefeier, ebenso in seinem Heimatort Wullersdorf am 14. Februar um 14.30 Uhr.
Die Erzdiözese bietet Gläubigen zudem mehrere Möglichkeiten, Verbundenheit mit dem künftigen Erzbischof auszudrücken. Auf der Website www.erzbischof.wien stehen vier Bereiche zur Verfügung: Engagementmöglichkeiten in kirchlichen Diensten vom Besuchsdienst über Lernbetreuung bis zur Telefonseelsorge ("Ich bin verfügbar"), Beteiligung an einem Fotomosaik ("Ich bin mit auf dem Weg"), Gebetseinträge ("Ich bete") sowie Spenden für sieben Projekte, die Grünwidl besonders am Herzen liegen ("Ich spende"). Erste Rückmeldungen und Anmeldungen seien bereits eingelangt.
Zudem haben sich laut Erzdiözese Wien bereits 150 Ministrantinnen und Ministranten aus der gesamten Erzdiözese gemeldet; das vorgesehene Kontingent sei damit ausgeschöpft.
Am 17. Oktober ernannt
Papst Leo XIV. hat Josef Grünwidl am 17. Oktober offiziell zum Nachfolger von Kardinal Christoph Schönborn ernannt. Mit dem langjährigen Pfarrer, Bischofsvikar und Vorsitzenden des diözesanen Priesterrates bekommt die Kirche in Wien und dem östlichen Niederösterreich einen Oberhirten, der mit allen Ebenen der Erzdiözese vertraut ist wie kein anderer. Durch seinen seelsorgeorientierten, dialogbereiten und spirituellen Zugang genießt Grünwidl viel Zuspruch.
Josef Grünwidl wurde 1963 in Hollabrunn geboren und wuchs in Wullersdorf auf. Nach dem Theologie- und Musikstudium in Wien empfing er 1988 die Priesterweihe. Seelsorglich tätig war er zunächst in Wien und Wiener Neustadt, später viele Jahre als Pfarrer im südlichen Niederösterreich und zuletzt in Perchtoldsdorf tätig. Von 1995 bis 1998 war er Sekretär von Erzbischof Schönborn, 2023 wurde er zum Bischofsvikar für das Vikariat Süd ernannt, seit der Emeritierung von Kardinal Schönborn am 22. Jänner 2025 leitete er die Erzdiözese interimistisch.
Quelle: Kathpress