
Stift St. Florian lädt zu umfangreichem Kirchenmusikprogramm 2026
Das Augustiner-Chorherrenstift St. Florian hat sein Kirchenmusikprogramm für 2026 vorgestellt und dabei auf die dichte musikalische Begleitung des gesamten Kirchenjahres hingewiesen. Bereits eröffnet wurde das Jahr am Donnerstag mit einem Dechantamt zum Hochfest der Gottesmutter Maria (9 Uhr) mit Orgelmusik, am 6. Jänner folgt zum Fest Erscheinung des Herrn ein Pontifikalamt (10 Uhr) mit Franz Schuberts Messe in G-Dur, am selben Tag steht zudem eine Choralvesper (18 Uhr) mit Gregorianischem Choral und Orgelimprovisationen auf dem Programm.
Mehrmals sind im Lauf des Jahres 2026 die St. Florianer Sängerknaben zu hören: Sie gestalten unter anderem am 22. März einen Pfarr- und Kapitelgottesdienst (9 Uhr) mit Benjamin Brittens "Missa brevis", wirken am 4. Mai beim Pontifikalamt zum Fest des heiligen Florian (10 Uhr) mit Mozarts "Krönungsmesse" mit und am 27. September (9 Uhr) bei einem Gottesdienst mit Werken von Augustinus Franz Kropfreiter. Auch das Adventkonzert der Sängerknaben am 8. Dezember (16.30 Uhr) zählt zu den Fixpunkten.
Auch wenn das über die Landesgrenzen hinaus gefeierte große Bruckner-Jahr 2024 vorüber ist, gibt der berühmteste Mitbewohner und Organist des Chorherrenstiftes, der unter dem Eingangsbereich der Stiftskirche seine letzte Ruhestätte fand, weiterhin Gedenk- und Feieranlässe: Der 130. Todestag Anton Bruckners wird am 11. Oktober mit einem Pfarr- und Kapitelgottesdienst (9 Uhr) sowie Orgelwerken auf der Brucknerorgel begangen. Schon zuvor im August finden die St. Florianer Brucknertage statt, in deren Rahmen es unter anderem eine Internationale Orgelnacht (18. August, ab 19.30 Uhr) und Symphoniekonzerten am 21. und 22. August (je 19.30 Uhr) gibt.
Ergänzt wird das Jahresprogramm durch Auftritte renommierter Organisten aus dem In- und Ausland. Beim St. Florianer Orgelsommer sind unter anderem Jacobus Gladziwa aus Leipzig, Katharina Zauner aus Oberösterreich sowie der südkoreanische Organist Dawon Lee an der Brucknerorgel zu hören. Im Rahmen des Orgelherbstes gastiert zudem der Schweizer Organist Andreas Jetter mit einer Transkription von Hans Rotts Erster Symphonie. Auch Stiftsorganist Vincent Huemer-Meyer zählt zu den international renommierten Beteiligten.
Den musikalischen Jahresausklang gestaltet der Bruckner-Spezialist, Organist und Propst Klaus Sonnleitner mit Orgelmusik zum Jahresende am 31. Dezember (11.15 Uhr). Musik sei "Balsam für die Seele" und eröffne Räume des Hörens, Staunens und inneren Friedens, wird der Ordensmann im Programmheft zitiert. Musik vermittle als "Sprache des Herzens", was Worte oft nicht ausdrücken können, wobei geistliche Musik in besonderer Weise über den Alltag hinaus in eine "Dimension des Heiligen" führe. Sonnleitner wies auf die lebendige Kirchenmusik-Tradition in St. Florian, die von gregorianischer und barocker Klangpracht bis zu Anton Bruckners Werken und zeitgenössischen Kompositionen reiche und "lebendige Quelle von Glauben und Gemeinschaft" sei.
(Dowload des Jahresprogramms unter: https://www.stift-st-florian.at/presse/kirchenmusik-konzerte-2026-im-stift-st-florian)
Quelle: kathpress