
Elbs: Leo XIV. steht für Kontinuität und weiteren Fokus auf Arme
Der Feldkircher Bischof Benno Elbs hat sich zufrieden über den neuen Papst Leo XIV. gezeigt und ihm eine klare inhaltliche Linie attestiert. In einem Interview mit der Vorarlberger "Krone" (Sonntag, 4.1.) sagte Elbs wörtlich: "Mit dem Papst bin ich sehr zufrieden." Besonders schätze er dessen Auftreten und Ausrichtung. "Mir gefällt an ihm, dass er sehr zurückhaltend agiert, aber auch, dass er die inhaltlichen Schwerpunkte von Papst Franziskus weiterführt", so Elbs. Papst Leo habe zudem "den Blick für die Menschen in Not".
Persönlich begegnet sei Elbs dem neuen Kirchenoberhaupt bislang nicht in dessen Amt als Papst, wohl aber zuvor in dessen Funktion in der Römischen Kurie. Robert Francis Prevost war als zuständiger Kardinal für das Dikasterium für Bischöfe verantwortlich, als der Feldkircher Bischof 2023 zusätzlich zum Apostolischen Administrator der Erzdiözese Vaduz ernannt wurde.
"Ein sehr spiritueller und religiöser Mensch"
Mit Blick auf das Pontifikat von Papst Leo XIV. nannte Elbs mehrere Leitlinien. Eine davon sei "der Einsatz für die Armen", eine weitere "der Einsatz für den Frieden". Er verwies darauf, dass bereits im Eröffnungsstatement des Papstes das Friedensthema im Mittelpunkt gestanden sei, ebenso wie das Angebot, eine Vermittlerrolle im Ukrainekrieg zu übernehmen. Als dritten Schwerpunkt bezeichnete Elbs die Ökumene und das Bemühen um die Einheit der Christen. Insgesamt versuche Papst Leo, "die Kirche mit einer großen Ruhe zu führen" und sei "ein sehr spiritueller und religiöser Mensch".
Zur Situation der katholischen Kirche in Liechtenstein erklärte Elbs, er selbst sei dort weiterhin Apostolischer Administrator von Vaduz, "und zwar so lange, bis der Papst einen Erzbischof gefunden hat". Über konkrete Pläne aus Rom habe er keine Informationen. Er gehe nicht davon aus, selbst Erzbischof zu werden, schloss jedoch nicht aus, dass Liechtenstein künftig von Feldkirch aus mitbetreut werden könnte.
Quelle: kathpress