
Manfred Scheuer seit zehn Jahren Bischof von Linz
Am 17. Jänner 2016 wurde Manfred Scheuer im Linzer Mariendom feierlich in sein Amt als Bischof von Linz eingeführt. Daran hat die Diözese Linz in einer Aussendung erinnert. In den vergangenen zehn Jahren habe Scheuer die Katholische Kirche in Oberösterreich entscheidend geprägt und gestaltet, heißt es.
Auf die Frage, welche Bilanz er nach zehn Jahren als Bischof ziehe, habe Scheuer kürzlich in einem Interview gemeint, es sei noch nicht die Zeit für einen derartigen Rückblick wie etwa im Sinne einer Pensionierung. Wichtig erscheine ihm die Frage: "Was nehme ich aus zehn Jahren Vergangenheit in den Blick?" Es sei die Frage: "Bin ich ein liebender, ein hoffender, ein glaubender Mensch im Angesicht Gottes, im Angesicht der anderen und auch gerade der Armen gewesen?"
Auf die Frage nach seinem größten Erfolg antwortete er einmal: "Vielleicht, dass ich dem einen oder anderen wohnungslosen Menschen eine Freude gemacht habe." Wichtig sei ihm, dass durch ihn selbst und durch die Kirche mehr Liebe und Freude in die Welt komme.
1955 in Haibach ob der Donau geboren, hatte Scheuer seine Kindheit und Jugend in Oberösterreich verbracht. Das Theologiestudium führte ihn nach Rom, wo er am 10. Oktober 1980 zum Priester geweiht wurde. In den folgenden Jahrzehnten wirkte er als Pfarrseelsorger und Spiritual in der Diözese Linz und als Lehrender in Linz, Freiburg im Breisgau, Salzburg und St. Pölten sowie als Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte in Trier. 2003 wurde er zum Bischof von Innsbruck ernannt und kehrte nach Österreich zurück.
Am 18. November 2015 wurde Scheuer von Papst Franziskus zum neuen Bischof von Linz ernannt. Am 17. Jänner 2016 übernahm er mit 60 Jahren in einem feierlichen Gottesdienst im Linzer Mariendom das Bischofsamt von seinem Vorgänger Ludwig Schwarz - als 14. Bischof der Diözese Linz.
Quelle: Kathpress