
Wien: Otto-Mauer-Preisträger Nadim Vardag stellt im JesuitenFoyer aus
Arbeiten des Otto-Mauer-Preisträgers Nadim Vardag sind ab 12. Februar im "JesuitenFoyer" in der Wiener Innenstadt zu sehen. Präsentiert werden ausgewählte Arbeiten des in Regensburg geborenen und in Wien lebenden und arbeitenden Künstlers. Zu den Exponaten spricht der Wiener Jesuit und Juryvorsitzender P. Gustav Schörghofer im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 11. Februar um 18 Uhr.
In seinen Installationen, Zeichnungen, Filmen und Skulpturen setze Vardag einer "Ökonomie der Aufgeregtheit eine subversive Ruhe entgegen, eine Konzentration auf die ästhetischen und sozialen Bedingungen des Zeigens, des Ausstellens, des Öffentlich-Machens", hieß es in der Begründung der Jury, bestehend aus Andreas Fogarasi, Kathrin Rhomberg, Stella Rollig, Johanna Schwanberg, P. Schörghofer und Esther Stocker. Die präzise Aufmerksamkeit in seinem Schaffen sei damit "nicht nur ästhetisches Werkzeug, sondern direkte, menschliche Kommunikation" und das Betrachten seiner Kunst "eine Einübung in ein kritisches Verständnis gegenwärtiger Bildproduktion".
Der 1980 geborene Künstler Vardag studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Heimo Zobernig und Harun Farocki. Er stellte in Wien bisher im Belvedere 21, im Mumok, in der Kunsthalle Wien, im Bank Austria Kunstforum sowie bei Georg Kargl Fine Arts und der Georg Kargl Box aus. Internationale Ausstellungen führten ihn nach Brüssel, Berlin, London, Amsterdam, Los Angeles, St. Gallen, Stuttgart, Linz oder Mexico City.
Seit 1981 verleiht der Otto Mauer Fonds der Erzdiözese Wien den Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst. Der Fonds wurde von Kardinal Franz König und dem Erben Msgr. Otto Mauers, Prälat Dr. Karl Strobl, gegründet. Bisherige Preisträger wie Franz West, Brigitte Kowanz, Heimo Zobernig, Esther Stocker oder Belinda Kazeem-Kaminski haben die österreichische Gegenwartskunst entscheidend geprägt. 2024 ging die Auszeichnung an Cäcilia Brown.
Die Ausstellung ist bis 20. März in der Bäckerstraße 18, 1010 Wien zugänglich. Öffnungszeiten sind jeweils am Donnerstag und Freitag in der Zeit von 16 bis 18 Uhr und am Samstag in der Zeit von 11 bis 13 Uhr.
Quelle: Kathpress