
Salzburg: Experten-Plädoyer für den interreligiösen Dialog
Zum interreligiösen Dialog gibt es keine Alternative. Davon hat sich einmal mehr der Referent für Ökumene und interreligiösen Dialog in der Erzdiözese Salzburg, Matthias Hohla, überzeugt gezeigt. Er nahm am Dienstag an der Podiumsdiskussion "Muslim:innen in Salzburg" teil, die im Rahmen der Islamwoche 2026 stattfand. Hohla diskutierte in der TriBühne Lehen mit der Salzburger Stadträtin Andrea Brandner, Ahmet Yilmaz und Seid Memic von der Islamischen Religionsgemeinde Salzburg sowie Hussein Hamdan von der Eugen-Biser-Stiftung.
"Ich begleite und leite den Dialog mit Musliminnen und Muslimen seit 19 Jahren", so Hohla in seinen Ausführungen, in denen er auch auf die gesamtgesellschaftliche Entwicklung einging: "Als ich 1977 in die Volksschule ging, gab es circa 200 Kinder, kein einziges muslimisch. Mittlerweile sind es in dieser Schule 51 von 230 - das ist knapp ein Fünftel. In vielen Schulen sind es bereits deutlich mehr." In Salzburg gebe es heute 15.000 Muslime, diese seien keine Minderheit mehr, so Hohla weiter.
Er betonte zugleich, dass diese rasant wachsende Gruppe aber bei Weitem nicht homogen sei: "Wir sprechen hier über viele verschiedene Herkunftsfamilien. Die Herkunftsländer erstrecken sich von Pakistan bis Marokko, das bedeutet verschiedene Sprachen, Traditionen und nationale Eigenheiten", so der Experte.
Hohla hob positiv hervor, dass der interreligiöse Dialog inzwischen seinen Platz in vielen Einrichtungen in Salzburg gefunden habe. "Ich erlebe es in Betrieben, Krankenhäusern oder Bildungseinrichtungen." Und er fügte hinzu: "Als Christen gehen wir auf die Menschen zu und suchen den Dialog."
Die Salzburger Islamwoche 2026 dauert von 1. bis zum 7. Februar und steht unter dem Motto "Vielfalt leben, Dialog stärken, Zusammenleben gestalten".
Quelle: kathpress