
St. Pölten: Bischof Schwarz feierte Gottesdienst mit Followern
Am vergangenen Sonntag - dem Dreifaltigkeitssonntag - hat die Diözese St. Pölten Follower von Bischof Alois Schwarz, also Menschen, die ihm in den Sozialen Medien folgen, zur "Followermesse" eingeladen. Nach dem Gottesdienst im St. Pöltner Dom war eine Agape im Sommerrefektorium angesetzt, bei der die Follower mit dem Bischof ins Gespräch kommen konnten, wie die Kirchenzeitung "Kirche bunt" berichtet.
In seiner Predigt ging der Bischof auf den Begriff der Dreifaltigkeit ein, eine Art "Kennwort" für Christen. Im Gegensatz zu leichter verständlichen Festen wie Weihnachten oder Ostern sei das Dreifaltigkeitsfest schwerer zu begreifen, so der Bischof, weil es alles zusammenfasse. Doch "wenn man dieses Wort kennt, dann geht eine ganz Welt des Universums unserer christlichen Religion auf". Es gebe Grenzen des rein physikalischen Verständnisses, der Glaube eröffne einen Zugang zu einem "Universum des Unbegreifbaren", sagte Schwarz.
Die Bibel beschreibe den Menschen als von Gott geschaffen und geliebt. "Leben und Liebe gehören untrennbar zusammen". Trotz menschlichen Misstrauens bleibe Gott den Menschen treu, begleite sie und schließe einen Bund mit ihnen. In Jesus Christus zeige Gott seine Liebe am deutlichsten. Schwarz: "Er wird Mensch, lebt Liebe vor und stirbt für die Menschen. Doch der Tod wird überwunden - Gott schenkt neues Leben und den Heiligen Geist, der in den Menschen weiterwirkt und sie sendet, diese Liebe in die Welt zu tragen."
Und so sei eine Wellenbewegung entstanden "von einem Gott, der Menschen ins Leben liebt, der selber Mensch wird und seinen Geist der Welt überträgt". Das alles schwinge mit, wenn er an die Dreifaltigkeit denke, so der Bischof: "Als Christen wissen wir, dass es einen Gott gibt, dessen Name lautet 'Ich bin da und ich werde für dich da sein'."
Im Rahmen der Agape wurden auch jene Sieger mit einem Genusskorb ausgezeichnet, die ihre Hoffnungsworte auf die digitale "Wand der Hoffnung" (wand-der-hoffnung.dsp.at) geschrieben hatten. Die Wand wurde auf der Homepage der Diözese nach dem Heiligen Jahr 2025 eingerichtet. Bis Ende Mai wurden dort über 10.000 Worte der Hoffnung festgehalten.
Quelle: kathpress