
Kongregation der Helferinnen: Sr. Bereczki bleibt Provinzoberin
Die Provinz Zentraleuropa der Kongregation der Helferinnen, zu der auch Österreich gehört, bleibt unter der Leitung von Sr. Silvia Bereczki. Die amtierende Provinzoberin wurde dieser Tage von der Generalleitung für weitere drei Jahre bestätigt, wie die heimischen Ordensgemeinschaften mitteilten. Die neue Amtszeit beginnt am 14. September.
Die Ernennung der neuen Provinzleitung erfolgte demnach nach Konsultationen aller Schwestern und Gemeinschaften der Provinz sowie der Provinzversammlung. Dort wurden als Schwerpunkte für das künftige Mandat unter anderem die Berufungspastoral nach außen, die Stärkung der Berufung jeder Einzelnen nach innen sowie die Sorge um ältere Schwestern benannt, wie es hieß. Zugleich solle die Synodalität innerhalb der Gemeinschaft weiter gestärkt werden.
Die Kongregation der Helferinnen ist eine internationale Ordensgemeinschaft, die im 19. Jahrhundert gegründet wurde und sich an der Spiritualität des heiligen Ignatius von Loyola orientiert. Im Mittelpunkt ihres Wirkens stehen die Begleitung von Menschen, geistliche Bildung sowie das Engagement für Gerechtigkeit und Solidarität. Die Provinz Zentraleuropa umfasst derzeit 57 Schwestern in Gemeinschaften in Rumänien, Ungarn, Österreich und Deutschland. Der Provinzsitz ist in Wien.
Der vollständige Name des Ordens lautet "Kongregation der Helferinnen der Seelen im Fegefeuer". Gegründet wurde er 1856 durch die Französin Eugénie Smet (1825-1871, Ordensname Maria). Aus einer kleinbürgerlichen Familie in Lille stammend, engagierte sich Smet für arme Familien und Kranke, organisierte eine Suppenküche für Bedürftige und veranstaltet Lotterien und Spendenaktionen für die Mission, Strafgefangene oder auch für den Freikauf von Sklavinnen. 1853 empfing sie im Gottesdienst die Eingebung der Gründung einer Ordensgemeinschaft, die sich den "Seelen im Fegefeuer" weihen solle.
Umgesetzt wurde dies drei Jahre später, als Smet in Paris mit ihren ersten Mitstreiterinnen mit Tätigkeiten der Hauskrankenpflege in Arbeiterfamilien startete. Die Gemeinschaft übernahm 1859 die ignatianische Spiritualität und Satzungen der Jesuiten - darunter die Grundregel "Gott in allen Dingen suchen und finden", sowie die evangelischen Räte der Ehelosigkeit, der Armut und des Gehorsams. Zehn Jahre später folgte die päpstliche Approbation des Ordens, 1957 wurde Smet selig gesprochen.
(Infos: http://helferinnen.info)
Quelle: kathpress