
Erzdiözese Salzburg trauert um Hans-Walter Vavrovsky
Die Erzdiözese Salzburg trauert um den früheren Domkapitular und Domdechant emeritus Msgr. Hans-Walter Vavrovsky, der Donnerstagfrüh verstorben ist. Der ehemalige Rektor des Bildungshauses St. Virgil starb im 82. Lebensjahr in Salzburg. Vavrovsky wurde 1988 zum Domkapitular von Salzburg berufen. Er war unter anderem auch Vorsitzende des Salzburger Pressvereins, Ritter des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und Diözesanbeauftragter für Europafragen. Zudem war er Mitglied in zahlreichen Gremien, etwa in der Europakommission der Bischofskonferenz und der Europäischen Akademie der Wissenschaften.
Erste würdigende Worte fand Jakob Reichenberger, Direktor von St. Virgil: "Hans-Walter Vavrovsky war eine prägende Figur für St. Virgil und die Kirche von Salzburg. Bildung gehörte für ihn stets zum Kernauftrag von Kirche. Er stellte das Verbindende und den Dialog immer in den Vordergrund und fungierte als unermüdlicher Botschafter in gesellschaftlich drängenden Fragen - immer mit dem Ziel, einen Beitrag zum besseren Gelingen des Zusammenlebens zu leisten."
Vielfältige Verdienste
Hans-Walter Vavrovsky wurde am 21. August 1944 in Seekirchen geboren. Er maturierte 1962 am Privatgymnasium Borromäum in Salzburg und studierte anschließend Theologie an der Universität Innsbruck (Promotion 1978). Die Priesterweihe empfing er am 29. Juni 1968 in Salzburg. Bis 1983 war er in der Pfarrrseelsorge tätig, als Rektor und als Leitungsmitglied von St. Virgil Salzburg wirkte er im Zeitraum 1983 bis 2016. Am 1. September 1988 wurde Vavrovsky in das Konsistorium und in das Domkapitel Salzburg berufen. 1992 folgte die Ernennung zum Diözesanbeauftragten für Europafragen. Von 2010 bis 2015 fungierte er als Domdechant. 2019 wurde er im Domkapitel emeritiert.
Vavrovsky engagierte sich in zahlreichen Gremien wie der Europakommission der Bischofskonferenz, des Forums Erwachsenenbildung oder der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Er war Vorstandsmitglied des Katholischen Bildungswerks, der Salzburger Ethik Initiative, des Augustinermuseums Rattenberg, der Ökumene-Kommission (Vorsitz) und im Salzburger Pressverein (Vorsitz). Er brachte sich aktiv in die Stiftung Pro Oriente, in das Katholische Hochschulwerk und in das Kuratorium des Salzburger Dommuseums sowie in den Kardinal-König-Kunstfonds ein. Vavrovsky war Mitglied im Vorstand der Hospiz-Bewegung und im Schülerkreis Papst Benedikt XVI. und er war Ritter des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem.
1995 wurde Vavrovsky der Titel des Päpstlichen Ehrenkaplans (Monsignore) verliehen, 2004 verlieh ihm Papst Johannes Paul II. im Jänner 2004 den Titel des Ehrenprälaten. Zu seinem 75. Geburtstag wurde der Hans-Walter-Vavrovsky-Dialogpreis ins Leben gerufen, der die Kultur der Offenheit, Verständigung und des gegenseitigen Respekts fördern will. 1996 erhielt Vavrovsky das Goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg und 2014 den persönlich gewidmeten Ehrenbecher des Salzburger Landeshauptmannes.
Quelle: kathpress