
Sozialministerin unterstützt Initiative "Kinderarbeit stoppen!"
Anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit haben Kinder der Initiative "Kinderarbeit stoppen!" ihre Anliegen am Mittwoch vor Sozialministerin Korinna Schumann präsentiert. Die Initiative der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, von Jugend Eine Welt, Fairtrade Österreich, Kindernothilfe Österreich und solidar Austria fordert die Bundesregierung auf, einen Beitrag zur Erreichung des UN-Entwicklungsziels SDG 8.7 zur Beseitigung von Kinderarbeit weltweit zu leisten und "dieses prominent in der österreichischen Umsetzung der Agenda 2030 zu verankern", betonte Jungschar-Geschäftsführerin Sigrid Kickingereder. Schumann stimmte zu: "Kinderarbeit muss man verhindern - auf allen Ebenen! Ich kann euch versprechen, ich setze mich vehement dafür ein."
Kinder aus Frauenkirchen und Wiener Neustadt überbrachten ihre Botschaften zum Thema Kinderarbeit. Auch Stimmen von Kindern aus Indien, Kenia und Nicaragua übermittelten sie an die Sozialministerin. "Beendet Kinderarbeit! Wir sind Kinder, keine Sklaven. Wir sind die Zukunft der Welt", forderte etwa Gunjan (12) aus Indien. Die Kinder hatten sich an der Video-Serie "Kinderstimmen gegen Kinderarbeit" beteiligt, in der rund 50 Kinder und Jugendliche aus Österreich sowie Ländern des Globalen Südens zu Wort kommen.
"Kinderrechte gelten weltweit und für jedes Kind", betonte Kickingereder. Österreich stehe in der Verantwortung, einen Beitrag zur Erreichung des UN-Ziels für nachhaltige Entwicklung SDG 8.7 beizutragen. Das Ziel der Vereinten Nationen verpflichtet die Staatengemeinschaft dazu, Kinderarbeit in allen ihren Formen zu beenden und die schlimmsten Formen von Kinderarbeit umgehend zu beseitigen. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen gegen Armut, der Einsatz für Bildung und soziale Absicherung, eine wirksame Entwicklungszusammenarbeit und klare Regeln für faire Lieferketten. Ein Beitritt zur von der Internationalen Arbeitsorganisation ins Leben gerufenen Multistakeholder-Plattform "Allianz 8.7" wäre ein erster konkreter Schritt, schlug die Jungschar-Geschäftsführerin vor.
"Kinderarbeit ist etwas, das uns auch angeht, auch wenn sie nicht innerhalb unserer Grenzen stattfindet. Über die Grenzen hinauszuschauen und zu sagen, wir sind solidarisch mit anderen Kindern auf der Welt, das ist sehr wichtig", sicherte Schumann ihre Unterstützung zu.
Weltweit sind nach aktuellen Schätzungen von ILO und UNICEF noch immer rund 138 Millionen Kinder von Kinderarbeit betroffen, rund 54 Millionen von ihnen arbeiten unter gefährlichen Bedingungen. Die Initiative "Kinderarbeit stoppen!" setzt sich gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern in Ländern des Globalen Südens für den Schutz von Kinderrechten, für gerechte Lieferketten und für ein Ende ausbeuterischer Kinderarbeit ein. (Info: www.kinderarbeitstoppen.at)
Quelle: kathpress