
Neue Kampagne wirbt für Beruf des Religionslehrers
Unter dem Motto "rethink religion" startet die Kirche gemeinsam mit theologischen Hochschulen in Südtirol, Tirol, Vorarlberg und Salzburg eine gemeinsame Social-Media-Kampagne für den Beruf der Religionslehrerin bzw. des Religionslehrers. Beteiligt an dem Projekt sind die Diözesen Innsbruck, Feldkirch, Salzburg und Bozen-Brixen sowie die Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen, die Katholisch-Theologischen Fakultäten Innsbruck und Salzburg sowie die Kirchliche Pädagogische Hochschule Edith Stein.
Ausgangspunkt ist laut Aussendung vom Dienstag der steigende Bedarf an qualifizierten Religionslehrpersonen. In den kommenden fünf Jahren werden demnach in besagten Regionen rund 180 Lehrkräfte pensioniert, während derzeit mehr als 2.400 im Einsatz sind. Viele Schulen suchen bereits zusätzliche Fachkräfte.
Vielfältiger Beruf
Die Kampagne "rethink religion" will die Vielfalt des Berufs sichtbar machen und über unterschiedliche Ausbildungswege - von der Primarstufe bis zu höheren Schulen - informieren. Zentrale Plattform der Kampagne ist der Instagram-Kanal "instagram.com/rethink_religion". Informationen zu Ausbildungswegen und Hintergründen bietet die Website www.rethink-religion.org.
Religionsunterricht verstehe sich heute als "offener Lernraum für Austausch, Orientierung und kritische Auseinandersetzung", hieß es in der begleitenden Aussendung zum Kampagnenstart. Religionsunterricht sei lebensnah und respektvoll gegenüber unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Zugängen. Im Mittelpunkt stünden zentrale Fragen nach Identität, Sinn und Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft.
Religionslehrerinnen und -lehrer würden den Unterricht dialogorientiert gestalten und aktuelle gesellschaftliche Themen aufgreifen: von digitalen Entwicklungen bis hin zu Fragen der Verantwortung und des Zusammenhalts. Damit leisteten sie einen Beitrag zur Wertebildung und zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen.
Moderner Religionsunterricht fördere die Fähigkeit, "Perspektiven zu wechseln, Fragen zu stellen und sich mit existenziellen, ethischen und gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen". Er stärke Dialogfähigkeit und Empathie - Kompetenzen, die in einer vielfältigen Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dabei gehe es nicht um vorgegebene Antworten, sondern um gemeinsame Reflexion und Orientierung.
Quelle: kathpress