
Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
Die Erzdiözese Wien hat am Freitag gegenüber Kathpress bestätigt, dass Erzbischof Josef Grünwidl und Dompfarrer Toni Faber sich "in gutem Einvernehmen" auch im Detail über den weiteren Weg Fabers geeinigt haben. Demnach wird er als Dompfarrer mit 31. August 2027 in Pension gehen. Damit beginne nun auch der Auswahlprozess für die Nachfolge Fabers als Dompfarrer für eine Amtsübernahme per 1. September 2027, so Diözesansprecher Michael Prüller. Wie Prüller weiter mitteilte, bleibe Toni Faber freilich auch nach seiner Pensionierung "aktiver Priester und Seelsorger im herausfordernden Umfeld der City-Pastoral". Er sei zudem "frei, sich darüber hinaus neuen Aufgaben zu widmen".
Der Diözesansprecher reagierte damit auf Medienberichte vom Freitag, denen ein aktuelles Schreiben Fabers an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugrunde liegt und in dem er u.a. das Datum seiner Pensionierung mitteilt, zugleich aber auch auf das noch anstehende intensive gemeinsame Arbeitsjahr einstimmt. Zudem wird er voraussichtlich noch heuer von seiner Wohnung im Curhaus am Stephansplatz in eine nahe "alterstaugliche" Wohnung übersiedeln, die sich im Eigentum des Domkapitels befindet.
Rekordverdächtige 30-jährige Amtszeit
Schon am 23. Mai hatte Erzbischof Josef Grünwidl im Ö1-Mittagsjournal die Neubesetzung der Wiener Dompfarre mit Sommer 2027 bestätigt. Als wesentlichen Grund nannte Grünwidl die lange Amtszeit von Dompfarrer Toni Faber sowie dessen Erreichen des Pensionsalters im kommenden Jahr. "Es gab in der Geschichte des Dompfarrers niemanden, der 30 Jahre dieses Amt ausgeübt hat", sagte Grünwidl. Faber habe damit "einen Rekord aufgestellt".
Faber ist seit 1997 in der Dompfarre tätig; am 1. Jänner 1999 wurde er von Kardinal Christoph Schönborn zum Dompfarrer von St. Stephan ernannt. Zugleich betonte der Erzbischof schon im Mai, dass dies keinen Rückzug Fabers aus der Seelsorge oder vom Stephansplatz bedeute und er dessen Dienst sehr schätze.
Faber (64) ist österreichweit bekannt durch seine große mediale Präsenz und seine vielen seelsorglichen Verdienste. Zuletzt gab es u.a. teils medial geführte Debatten über Fabers Lebensstil sowie öffentliche Auftritte mit weiblicher Begleitung.
Quelle: kathpress