
Wiener Pfarrer schenkt Kindern in Afrika eine bessere Zukunft
Durch afrikanische Familien in seiner Pfarre in Wien sind Pfarrer Martin Rupprecht viele Länder des Kontinents und auch deren Not näher gekommen. Mit seiner Stiftung "Jugend fördern- Grenzen überspringen" versucht er mit vielen ehrenamtlichen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, diese Not ein wenig zu lindern und Zukunftsperspektiven für Kinder und Jugendliche zu schaffen. "Neben unserem Hauptwerk in Tansania und dem neuen Standort in Äthiopien vergaben wir einzelne Stipendien in Nigeria, Kongo und Burundi", schreibt Rupprecht in seinem aktuellen Jahresbericht. 2025 konnte die Stiftung, die sich rein aus Spenden finanziert, 117.000 Euro für Projekte aufbringen.
"Durch das Mobiltelefon ist uns alles so nahe, die Not und die Freude. Beides treibt uns an zu helfen", so Rupprecht. 3.761 Kinder und Jugendliche kamen im vergangenen Jahr in den Genuss einer Förderung und Ausbildung.
Rupprecht berichtet von seinem Besuch im Februar 2026 in Daressalam (Tansania): "Der Besuch bei den Familien der von der Stiftung unterstützten Jugendlichen im Armenviertel hat uns zum Weinen gebracht. Unvorstellbar die Umstände, in denen die Menschen leben müssen." Das Erstaunliche daran sei, "dass sie trotzdem fröhlich sind. Ins Schicksal ergeben, aber voller Hoffnung", so der Priester: "Jede Hilfe zählt und jedes Kind, das eine gute Ausbildung bekommt, baut mit an einer neuen Gesellschaft."
Ähnliches erlebe er in Äthiopien. Pater Endale, der bei ihm im Pfarrhaus in Wien wohnt und wissenschaftlich arbeitet, habe mithilfe der Unterstützung der Stiftung in seiner Heimat einige Projekte beginnen können. Im ärmsten Teil Äthiopiens. Rupprecht: "Wichtig ist, dass jede Hilfe ein Leben rettet; einem Kind eine Zukunft gibt."
Konkrete Hilfe in Tansania
Ausführlich beschreibt Rupprecht die Arbeit in Daressalam, wo ein Sozialteam die Mittel der Stiftung konkret umsetzt. Das Zentrum in Daressalam sei ein Treffpunkt für die Kinder und Jugendlichen aus den Schulen im armen Distrikt Manzese. Sie bekommen dort Nachhilfe und können Bücher ausleihen. Wenn es Probleme in der Familie gibt, dann besucht das Team diese und bringt Essen und Hilfsgüter. Rupprecht: "Für insgesamt 326 Kinder und Jugendliche haben wir im Jahr 2025 ein Stipendium gegeben. Das Zentrum zahlt das Schulgeld, die Krankenversicherung und gibt Schulmaterialien aus." Neben der Unterstützung von Kindern in Grund- und weiterführenden Schulen vergebe man auch Stipendien für das College, in der eine berufsbezogene Ausbildung stattfindet.
Ein weiteres Betätigungsfeld sei das Volunteer-Programm, in dem vorrangig Schülerinnen nach Abschluss der Secondary School aufgenommen werden. Rupprecht: "Die Volunteers arbeiten neun Monate für das Zentrum, erhalten dabei Unterricht, zum Beispiel in Englisch und werden in life skills geschult." Die Jugendlichen erhielten ein monatliches Taschengeld und täglich ein Mittagessen in den Stiftungsräumen. Im Gegenzug planten und führten sie zahlreiche Projekte durch, so zum Beispiel Baumpflanzaktionen, Straßenreinigung, Kinderspieltage, Sporttage für Kinder mit Behinderung oder Workshops zu Mädchen- und Frauenthemen.
Kürzlich ging die neue Webseite der Stiftung online. Darin können die Tätigkeiten der letzten Jahre gut eingesehen werden: www.stiftungjugendfoerdern.de.
Quelle: kathpress