
Papst "tief betroffen" von Erdbeben in Kolumbien
Papst Leo XIV. hat sich bestürzt über das starke Erdbeben und seine Folgen in Kolumbien geäußert. Er sei "tief betroffen" und bete für die Toten und Verletzten, heißt es am Dienstag in einem Telegramm an den Vorsitzenden der Kolumbianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Francisco Javier Múnera Correa.
Der Papst bitte ihn, sein aufrichtiges Beileid an die Angehörigen weiterzuleiten, "die in dieser Stunde den Verlust ihrer Lieben betrauern". Weiter dankte Leo XIV. allen, die sich an den Such-, Rettungs- und Hilfsmaßnahmen beteiligten.
Nach einem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 auf der Richterskala in Kolumbien melden lokale Medien mindestens 132 Tote, mehr als 2.000 Menschen gelten als vermisst. Zudem kam es zu erheblichen Sachschäden. Wohnhäuser stürzten ein oder wurden beschädigt. Die Regierung rief den Katastrophenzustand aus.
Hilfswerke aus Österreich in Nothilfe aktiv
Auch kirchliche Hilfsorganisationen aus Österreich haben nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien Unterstützung für die betroffenen Menschen angekündigt. Die Don Bosco Mission Austria beteiligt sich gemeinsam mit dem internationalen Don-Bosco-Netzwerk an der Nothilfe der Salesianer. Im Mittelpunkt stehen zunächst die Begleitung der betroffenen Gemeinschaften, die Erfassung der Schäden sowie die Sicherung und Wiederherstellung beschädigter Einrichtungen.
Besonders betroffen seien mehrere Schulen, Ausbildungszentren und soziale Einrichtungen der Salesianer. Nach Angaben der Don Bosco Mission Austria vom Dienstag wurden unter anderem das Technische Institut ITI San Juan Bosco, das Ausbildungszentrum Don Bosco sowie die Pfarren San Juan Bosco und San Francisco de Sales in Cali schwer beschädigt. Auch aus anderen Regionen wie Pereira und Medellín werden Schäden gemeldet. Die Einrichtungen sollen nach technischen Überprüfungen möglichst rasch wieder sicher genutzt werden können.
"Wir stehen in engem Kontakt mit den betroffenen Einrichtungen, um gemeinsam mit den Mitarbeitern gezielte Unterstützung zu leisten", erklärte der Geschäftsführer der Don Bosco Mission Austria, Bruder Günter Mayer. Die Salesianer seien direkt vor Ort und könnten daher rasch und gezielt Soforthilfe leisten. Besonders herausfordernd ist die Situation in der abgelegenen Region Choco, wo das Epizentrum des Bebens lag und die Schäden an der Infrastruktur die Versorgung der betroffenen Bevölkerung erschwert.
Österreichische Volontärinnen wohlauf
Auch Jugend Eine Welt unterstützt ihre langjährigen Projektpartner in Kolumbien. Nach Angaben der Hilfsorganisation geht es neben der Sicherung beschädigter Gebäude darum, Schulen, Ausbildungszentren und Betreuungseinrichtungen möglichst schnell wieder in Betrieb zu nehmen. Diese Einrichtungen seien für benachteiligte Kinder und Jugendliche nicht nur Orte der Bildung und Ausbildung, sondern auch wichtige Anlaufstellen für Schutz, Betreuung und soziale Stabilität.
Von den Auswirkungen des Bebens sind auch österreichische Freiwillige betroffen, die über VOLONTARIAT bewegt, eine gemeinsame Entsendeorganisation von Jugend Eine Welt und den Salesianern Don Boscos, in Kolumbien tätig sind. Die beiden derzeit in Don-Bosco-Einrichtungen in Medellin eingesetzte Volontärinnen sind nach Angaben von Jugend Eine Welt wohlauf. Zwei weitere österreichische Volontäre waren erst vor wenigen Monaten aus der vom Erdbeben betroffenen Region Pereira zurückgekehrt.
Sowohl Jugend Eine Welt als auch die Don Bosco Mission Austria rufen zur Unterstützung der Nothilfe auf. Ziel ist es, den salesianischen Projektpartnern vor Ort dabei zu helfen, die Versorgung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen sowie die Bildungs- und Sozialarbeit nach dem Erdbeben möglichst rasch wieder sicherzustellen.
(Spendenkonto Don Bosco Mission Austria: IBAN: AT33 6000 0000 9001 3423, Kennwort Erdbebenhilfe Kolumbien; Spendenkonto Jugend Eine Welt: AT66 3600 0000 0002 4000, Kennwort: Nothilfe, bzw. online unter www.jugendeinewelt.at/spenden)
Quelle: kathpress