
Stift Heiligenkreuz: Weihbischof Scharl weihte drei Diakone
Der Wiener Weihbischof Franz Scharl hat zu "Mariä Himmelfahrt" (15. August) im Stift Heiligenkreuz drei Mönche der Abtei zu Diakonen geweiht. P. Wilhelm Mauser, P. Melchisedek Langhammer und P. Clemens Maria Spranger empfingen die Weihe durch Handauflegung und Gebet. Die Weihe bedeute Dienst vor Gott, mit den Menschen und an den Menschen, so Scharl in seiner Predigt, wie die Erzdiözese Wien berichtete. Scharl stellte das Vorbild Jesu in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Dieser sei gekommen, "zu dienen, nicht um sich bedienen zu lassen". Damit sei das Wesentliche über den Auftrag eines Diakons bereits gesagt.
Diakone seien nicht für sich selbst da, sondern sollten gemeinsam mit Bischof und Priestern zum Wohl der Menschen wirken. Der Glaube sei dabei ein Schatz, der treu gehütet werden müsse. Schätze seien jedoch nicht dazu bestimmt, versteckt oder vergraben zu werden. Vielmehr gelte es, diesen Schatz in Menschen zu investieren und sie dadurch aufzubauen, so der Bischof.
Zu den zentralen Aufgaben des Diakons gehöre außerdem, Armen und Kranken beizustehen sowie Heimatlosen und Notleidenden zu helfen. Menschen seien in solchen Situationen besonders verletzlich. Was ihnen an Gutem getan werde, bleibe sowohl bei ihnen als auch vor Gott unvergessen.
Das Gebet bezeichnete Scharl als unverzichtbare Verbindung zu Gott. Wie ein Oberleitungsbus ständig den Kontakt zur Stromleitung brauche, benötigten auch Diakone einen dauernden "Energieanschluss". Gerade das Stundengebet helfe ihnen, in den Herausforderungen des Lebens nicht den Halt zu verlieren.
Im Blick auf das Fest "Mariä Himmelfahrt" sagte Scharl, auch Maria habe ihr ganzes Leben in den Dienst Gottes gestellt. Ihr "Ja" zu Gottes Plan sei der Beginn eines Weges gewesen, auf dem sie ihre ganze Existenz eingesetzt habe. Das Hochfest ihrer Aufnahme in den Himmel zeige gleichsam den Zieleinlauf dieses Weges.
Quelle: kathpress