
Wien: Evangelische Sozialpionierin Horn zu Grabe getragen
Unter reger Anteilnahme ist am Dienstag auf dem Evangelischen Friedhof Wien-Simmering die evangelische Sozialpionierin Gerlinde Horn zu Grabe getragen worden. Dem Begräbnisgottesdienst standen der frühere Kärntner Superintendent Manfred Sauer und Pfarrerin Lydia Burchhardt vor. Sauer unterstrich in seiner Predigt, dass die Verstorbene stets versucht habe, die Liebe Gottes sichtbar und erfahrbar zu machen in der Welt. "Gerlinde Horn hat Dinge beim Namen benannt und Partei ergriffen, für die, die nicht mehr für sich selbst einstehen können, und sie war auch widerständig im Leben und hat Kante gezeigt, wo es nötig war", so Sauer wörtlich. Horn habe Spuren hinterlassen, Strahlkraft und Wärme ins Leben gebracht und sie geteilt.
Gerlinde Horn initiierte zahlreiche soziale Projekte, darunter das Wiener "Häferl", das warme Mahlzeiten für Menschen in Notlagen anbietet. Ursprünglich war die Einrichtung als Anlaufstelle für Haftentlassene und Freigänger gegründet worden. Horn war auch viele Jahre als Gefängnisseelsorgerin tätig und leitete Entwicklungsprojekte in Afrika. Sie war mit dem ehemaligen Wiener Superintendenten Werner Horn verheiratet und ist am 24. Juli im 85. Lebensjahr verstorben.
Quelle: kathpress