
Hightech-Holz: Kirche beteiligt sich an Forschungszentrum
Das seit zwölf Jahren bestehende Unternehmen "Wood Vision Lab" errichtet im steirischen Weiz ein neues Forschungszentrum. Vor wenigen Tagen war Spatenstich. An dem Unternehmen ist auch die Diözese Graz-Seckau mit zehn Prozent beteiligt, wie diese in einem Beitrag auf ihrer Website mitteilte und zugleich das Innovationspotenzial des Unternehmens bzw. der kirchlichen Beteiligung hervorhob.
"Wood Vision Lab" versteht sich laut eigenen Angaben als "Innovationshub für Hightech-Holz" bzw. als internationale Schnittstelle zwischen Forschung, Anwendung, Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft. Ziel sei es, die Entwicklung und industrielle Anwendung von ökologischen Leichtbau-Hybridwerkstoffen aus Holz und biobasierten Materialien voranzutreiben. Dabei arbeite man mit internationalen Unternehmen wie BMW, Volkswagen und Siemens Mobility zusammen.
Forschungsarbeiten der vergangenen zwölf Jahre hätten gezeigt, dass Holz auch dort eingesetzt werden könne, wo man es bislang kaum erwartet hätte - etwa bei Seitenaufprallträgern, Stoßstangen, Batteriewannen, Dach- und Unterbodenkonstruktionen von Fahrzeugen oder Komponenten für die Luftfahrt.
Die Diözese Graz-Seckau sei aufgrund der kirchlichen Wälder ein idealer Partner bei diesem Projekt, so Diözesanökonom Martin Halmer. Der Wald sei wichtig für das Klima und andererseits leide er unter dem Klimawandel. "Es geht um neue Baumsorten, aber auch um eine bessere Verwertung des Holzes, denn bei Laubholz werden derzeit rund zwei Drittel verbrannt, weil sie als Tischler- oder Furnierholz nicht geeignet sind", so der Ökonom. Er hofft, dass dieses weltweit einzigartige Forschungslabor dem nachwachsenden Rohstoff Holz neue Möglichkeiten eröffnen wird - ganz im Sinne von Papst Franziskus und seiner Umweltbotschaft "Laudato si".
Quelle: kathpress